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© Alfons Bötsch

Festschrift SVG Burgkirchen Eishockey - Chronik Festschrift


Saison Liga Platz Vorstand Trainer Kontingentspieler
1972/73 FS   Christoph Heinze Ernst Brosch -
1973/74 Kreisklasse 7. Christoph Heinze Ernst Brosch -
1974/75 Kreisklasse 2. Christoph Heinze Ernst Brosch -
1975/76 Landesliga 5. Christoph Heinze Ernst Brosch -
1976/77 Landesliga 2. Christoph Heinze Adi Müller -
1977/78 Bayernliga 11. Christoph Heinze Adi Müller -
1978/79 Bayernliga 8. Hans Bierschneider Wolfgang Kern Calvin McInes (CAN) / David Bespalko (CAN)
1979/80 Bayernliga 8. Hans Bierschneider Wolfgang Kern Tom Griffith (USA)
1980/81 Bayernliga 2. Hans Bierschneider Peter Rödlingshöfer Brian Dumaine (CAN) / Ron Halvorson (CAN)
1981/82 Regionalliga 9. Hans Bierschneider Günther Körber Dr. Eric Pfeiffer (A) / Max Kratochvil (A)
1982/83 Regionalliga 9. Fritz Beaujean Günther Körber -
1983/84 Regionalliga 9. Fritz Beaujean Günther Körber -
1984/85 Regionalliga 11. Fritz Beaujean Wenzel Staral -
1985/86 Bayernliga 10. Fritz Beaujean Peter Rohatsch -
1986/87 Bayernliga 3. Fritz Beaujean Peter Rohatsch -
1987/88 Bayernliga 6. Fritz Beaujean Peter Rohatsch -
1988/89 Bayernliga 3. Fritz Beaujean Peter Rohatsch -
1989/90 Bayernliga 2. Fritz Beaujean Peter Rohatsch -
1990/91 Bayernliga 3. Fritz Beaujean Peter Rohatsch Michael Steckler (USA) / Gordie Garland (CAN)
1991/92 Regionalliga 8. Fritz Beaujean Peter Rohatsch Michael Steckler (USA) / Terry Campbell (CAN)
1992/93 Regionalliga 15. Fritz Beaujean Peter Rohatsch Michael Steckler (USA) / Terry Campbell (CAN)
1993/94 Regionalliga 18. Fritz Beaujean Dr. J. Vlk -> Frank Beaujean S. Tolstich (UdSSR) / V. Ssidorov (UdSSR)
1994/95 Bayernliga 10. Toni Bruckmaier ->
 Helmut Hohenstein
Wes Munro -> Michael Schnabl Wes Munro (CAN) -> Ed Ljubicic (CAN)
1995/96 Landesliga 2. Helmut Hohenstein Milan Razym Milan Razym (CZ) / Petr Zachar (CZ)
1996/97 Landesliga 4. Helmut Hohenstein Milan Razym Milan Razym (CZ) / Petr Zachar (CZ)
1997/98 Landesliga 1. Helmut Hohenstein Milan Razym Milan Razym (CZ) / Petr Zachar (CZ)
1998/99 Landesliga 3. Marianne Hohenstein Milan Razym Martin Zivny (CZ)
1999/00 Bayernliga 12. Marianne Hohenstein Peter Rohatsch Brady Blain (CAN)
2000/01 Bayernliga 4. Christian Hueber Peter Rohatsch Scott MacDonald (CAN)
2001/02 Bayernliga 5. Christian Hueber Peter Rohatsch Scott MacDonald (CAN)
2002/03 Bayernliga 5. Ludwig Schillmaier Peter Rohatsch Scott MacDonald (CAN)
2003/04 Bayernliga 10. Ludwig Schillmaier Jiri Lupomesky Scott MacDonald (CAN)
2004/05 Bayernliga 7. Manfred Campehl Jiri Lupomesky Scott MacDonald (CAN)
2005/06 Bayernliga 14. Manfred Campehl Manfred Straub -> M. Schnabl
(-> Petr Zachar in der Play Down)
Darren Martens (CAN)
2006/07 Bayernliga 16. Manfred Campehl Jiri Lupomesky Darren Martens (CAN)
2007/08 Landesliga 4. Manfred Campehl Petr Zachar Michal Sztefek (CZ) / Darren Martens (CAN) 1 Spiel
2008/09 Landesliga 4. Marianne Hohenstein Petr Zachar David Zachar (CZ)
2009/10 Landesliga 13. Marianne Hohenstein Petr Zachar David Zachar (CZ)
ab 2010/11 keine Mannschaft mehr gemeldet, da die Eishalle für den Spielbetrieb nicht mehr zur Verfügung steht


Einführung

Wir schreiben den 2. Mai 1949, den Gründungstag des SV Gendorf, der nun auf sein 48jähriges Bestehen zurückblicken kann. Innerhalb dieser Zeitspanne bildeten sich viele Abteilungen, die Menschen fanden zum Sport. Es sollten aber noch viele Jahre vergehen, bis man in Gendorf zum Eishockey stieß. In der Wintersaison 1959/1960 wurde die Sparte Eissport gegründet, eine rührige Abteilung, die bald groß herauskommen sollte und den Namen des SV Gendorf weit über unsere Grenzen hinaus bekannt machte. Diese Abteilung war die Keimzelle für die Eishockeyabteilung, denn eine Kunsteisbahn ist die logische Folgerung der großen Erfolge der Eisschützen. Im Jahre 1968 wurden durch H. Propstmeier dann die ersten Gespräche über den Bau einer Kunsteisanlage geführt, Vorstellungen wurden vorgebracht, doch durch Bürgerinitiativen war dieses Projekt vorerst zum Scheitern verurteilt. Erst Ende 1969 wurde ein zweiter Anlauf gemacht und brachte dank des unermüdlichen Einsatzes der Herren Dr. A. Hartung, Dr. W. Kühn, R. Lux, L. Propstmeier sowie von der Gemeinde, dem damaligen Bürgermeister und unserem Ehrenmitglied A. Vorderhuber den Durchbruch: Am 22. Februar 1971 erfolgte dann der erste Spatenstich und bereits am 8. Mai war Grundsteinlegung durch den Bauträger SV Gendorf, dem sieben Jahre später der zweite Bauabschnitt mit der Überdachung folgen sollte. Die offizielle Einweihung der Anlage erfolgte am 11. Dezember 1971 und am 18. März 1972 öffneten die "Keltenstuben" ihre Pforten - ein weiterer Meilenstein im Sportgeschehen des SV Gendorf. Jetzt besaß man neben einem Restaurantbetrieb auch ein Vereinslokal, das von den Wirtsleuten Damoser bis heute bestens geführt wird. Die Eisschützen hatten ihre Attraktion und nutzten dies auch voll aus. Zu diesem Zeitpunkt dachte wohl schon jemand daran, daß man das Eis noch anderweitig nutzen konnte. Eishockey war im Gespräch und so dauerte es nicht lange, da bekundeten nach den Eisstockschützen und den Kunstläufern eine kleine Schar von Idealisten ihr Interesse an der Eisbahn an: Es waren Eishockeyfreunde, die das Kunsteis nutzen wollten, um den schnellen Puck zu jagen. Man war sich aber damals bereits einig, daß es sehr schwer werden würde, diese Sache zu realisieren. Grund war die kostenintensive Sportart, was vor allen Dingen die Sportausrüstung betraf. Daß der Eishockeybetrieb auch sonst noch große Anforderungen an das Eisstadion stellte, dessen war man sich im Klaren. Deshalb wurden im Sommer 1972 die ersten Gespräche mit dem Burgkirchner Gemeinderat und dem SV Gendorf durch Friedrich Beaujean und Christoph Heinze recht skeptisch geführt. Einen großen Fürsprecher fanden sie dabei nicht nur bei der Vorstandschaft des Hauptvereins sondern auch beim damaligen Werksleiter der Hoechst AG, Herrn Direktor Dr. Oberrauch, der von der Idee Eishockey begeistert war. Der Gemeinderat genehmigte darauf nach zähen Verhandlungen 80 000,00 DM für den Ausbau der Umkleidekabinen und Duschen, der im Herbst abgeschlossen war. Die ersten Schritte waren getan, die nächsten folgten. Am 17.10.1972 war die erste offizielle Gründungsversammlung der Abteilung Eishockey, die aber damals zunächst als Unterabteilung der Eissportabteilung zählte. Die damaligen Gründungsmitglieder waren Friedrich Beaujean, Ernst Brosch, Helmut Grindinger, Menzel sen. und jun., Josef Schmelz, Hans Wamser, Rainer Rojahn, H. Wolff und Christoph Heinze, der als Abteilungsleiter fungierte und die Geschicke bis 1977 führte. 15 Mitglieder zählte die neu geschaffene Abteilung, der sich bald die ersten Spieler anschlossen. Bereits im November konnte eine Mannschaft gestellt werden, die aber nur in Trainingsanzügen ihren geliebten Sport ausüben konnte, denn mit dem Startkapital konnten nur die Schläger gekauft werden. Da auch noch die Tore fehlten, war das Training mehr eine "Trimm-dich-Aktion". Eine große Hilfe waren einige Gleichgesinnte aus Kirchanschöring, die nun regelmäßig zum Training erschienen und den "Neuen" Anschauungsunterricht erteilten. Die ersten Schritte waren getan und niemand ahnte damals, daß Eishockey bald einen solch hohen Stellenwert im Sportangebot des SV Gendorf bekommen würde und die meisten Zuschauer anlockte. Bis es aber soweit war, mußten noch manche Hürden genommen werden. Kurz vor Weihnachten 1972 war das Startkapital beisammen, die 12 Spieler und der Tormann konnten mit der Eishockeybekleidung ausgerüstet werden, die Mannschaft der ersten Stunde stand!

Zur ersten Abteilungsversammlung am 12.01.1973 konnte Vorstand Christoph Heinze bereits 36 Mitglieder begrüßen und aus dem Einmannvorstand wurde ein Trio. Mit Erich Seifert und Friedrich Beaujean standen zwei weitere Idealisten dem Vorsitzenden zur Seite und diese drei aus der Stunde Null führten nun die Eishockeyabteilung. Vom "ungeliebten Stiefkind" der Eissportabteilung bis zum vollwertigen Mitglied des SV Gendorf sollten aber noch fünf Jahre vergehen.

Am 20. Januar 1973 fand dann endlich das erste Eishockeyspiel statt, aber nicht daheim, sondern auf Natureis in Kirchanschöring. Ein Spiel, welches zwar mit 0:11 verloren wurde, dem Sport aber keinen Abbruch tat, sondern die Spieler noch mehr zu besseren Leistungen anspornte. Im ersten Heimspiel (Ruperti-Pokalrunde) konnten sich dann rund 100 Zuschauer am 28. Januar 1973 über die Fortschritte der Juniorenmannschaft überzeugen, verlor man das Spiel gegen EV Berchtesgaden doch nur noch mit 1:5 (1:1, 0:2, 0:2), wobei der Schütze des ersten Tores der Vereinsgeschichte Helmut Grindinger hieß. Im zweiten Spiel verlor der SVG mit 0:6 (0:3, 0:1, 0:2) gegen den ESC Bad Reichenhall und auch das letzte Spiel ging mit 1:9 (0:4, 0:2, 1:3) gegen den DEC Inzell verloren, der ungeschlagen den Pokalsieg feierte. Der erste Trainer konnte mit Ernst Brosch gefunden werden, der neben den Senioren auch noch die neugegründete Jugendmannschaft trainierte und gleichzeitig für den notwendigen Nachwuchs sorgte, deren Betreuung für fünf Jahre Erich Seifert übernahm. Schon damals war man sich sicher, daß eine gute Nachwuchsarbeit später zu einer schlagkräftigen Mannschaft führt, diesem Prinzip ist man bis heute treu geblieben. Dies hatten aber nur sehr wenige Vereine im Sinn, die lieber einkauften und sich finanziell übernahmen, wie sich später zeigen sollte.



Saison 1973/74

Am 27. Dezember 1973 wurde der 100 000. Besucher des Eisstadions gezählt und die Seniorenmannschaft startete die erste volle Saison am 11. November mit drei Freundschaftsspielen (SVG - Inzell 1:4, VfL Waldkraiburg - SVG 8:2, SVG - Geisenhausen 6:3), um am 30. November in der Kreisklasse die Punktspielsaison zu beginnen. Gegner war der ESC Dorfen (4:2 Niederlage) und im ersten Heimspiel am 8. Dezember 1973 gab es eine weitere 3:5 Niederlage gegen Höhenkirchen. Am Saisonende (10. März) schloß die Mannschaft mit dem 7. Platz von acht Teams nicht gerade berauschend ab, doch der Anfang war getan. Sogar der erste Sieg in der Vereinsgeschichte gelang auswärts mit 4:2 gegen Bad Reichenhall. Dagegen mußte die junge Jugendmannschaft in ihrem ersten Spiel daheim gegen Berchtesgaden eine 0:20 Niederlage einstecken, doch bereits ein Jahr später wurden sie Meister der Sonderklasse. Bei einem Eistraining in Landshut brachten die damals recht bekannten Dany Smith und Jaro Truntschka unserem Nachwuchs viele Tricks und Spielzüge bei. Hier muß besonders Alexander Muggenthaler erwähnt werden, der 1974 von Landshut kommend nach Burghausen zog und in den folgenden Jahren zunächst als Spieler, dann als Trainer mitverantwortlich zeichnete für die großartigen Erfolge der jugendlichen Puckjager, die voll mitzogen und sich mit großer Begeisterung ihrem Sport widmeten. Mit Peter Rohatsch muß gleichzeitig ein weiterer Name genannt werden, der als Nachwuchstrainer beim SB Rosenheim tätig war, im Dezember eine Woche lang das Jugendtraining leitete, später immer wieder aushalf, wenn Not am Mann war und nach seiner aktiven Laufbahn von 1985 bis 1993 die Trainerstelle in Gendorf übernahm. Noch kurz zur Statistik der Saison: Die Senioren machten 20 Spiele - 68:126 Tore, 11:29 Punkte und 5 Siege, 1 Remis und 14 Niederlagen standen zu Buche. Die Jugend trug 10 Spiele aus (53:64 Tore - 10:10 Punkte): 5 Siege und 5 Niederlagen. Die Schüler machten nur ein Spiel, siegten mit 8:2. 1 184 Zuschauer sahen die Spiele, ein Schnitt von 70 pro Spiel war erreicht.



Saison 1974/75

Mitten im Hochsommer bekam die Nachwuchsabteilung zwei Einladungen vom Bayr. Eissportverband; die guten Leistungen hatten sich auf Verbandsebene herumgesprochen. Deshalb wohl wurden zwei Schüler (Josef Czernin und Klaus Rohracker) zu einem Lehrgang ins Bundesleistungszentrum nach Füssen eingeladen. Eine Woche lang trainierten 20 Buben unter Verbandstrainer Gröger, der viel Wert auf Disziplin, Kondition und Kampfgeist legte; Technik, Taktik und Regelkunde standen auf dem Programm. Beide lernten viel für die spätere Laufbahn. Eine weitere Einladung zu einem Schülerlehrgang kam von EV Landshut. K. Buchner, K. Leuschner, R. Müller, K. Umland und K. Wanninger wurden entsandt und kamen unter Dany Smith und Jaro Truntschka alsbald ins Schwitzen. Nach Ablauf des Lehrgangs hatten alle viel dazugelernt und neue Freundschaften geschlossen.

Die Saison wurde zu einem ersten großen Erfolg für Gendorfs junge Eishockeyteams (37 Spiele - 203:156 Tore). In der Kreisklasse 1 erkämpften sich Brosch und Co. den 2. Platz (16 Spiele - 74:53 Tore, 21:11 Punkte) und zugleich den Aufstieg in die Landesliga (Aufsteiger der ungeschlagene EC Bad Reichenhall). Gleichzeitig stellte der SVG mit F. Beaujean, Menzel jun. und sen. sowie Vit vier Eishockeyschiedsrichter. Die Mitgliederzahl stieg inzwischen auf 65, auch das Zuschauerinteresse stieg an, ein Schnitt von 130 pro Spiel wurde erzielt. Neue Spieler wie Poetzel und Rohatsch (EV Rosenheim), Philipp und Tesinski (Waldkraiburg) wurden geholt, echte Verstärkungen. In einem Freundschaftsspiel zum Saisonauftakt kassierte Gendorf gegen die Oberligamannschaft DEC Inzell eine klare 1:13 Niederlage (Peter Rohatsch erzielte den Ehrentreffer). Die Jugend wurde Meister der Sonderklasse nach 8 Spielen (50:26 Tore, 15:1 Punkte, d. h. 7 Siege, 1 Remis), es folgten noch vier Freundschaftsspiele mit 3 Siegen und einer Niederlage. Aufbau einer Knabenmannschaft - Turnier in Moosburg mit Niederlagen in drei Begegnungen. Wichtig ist dabei nur, Wettkampferfahrung zu sammeln. Niederlagen gab es gegen Landshut (0:13), Klostersee und Moosburg (1:5). Erfolgreich war die Jugendmannschaft mit einem 10:2 Sieg gegen den VfL Waldkraiburg zum Saisonabschluß. Einen neuen Besucherrekord meldete das Burgkirchner Eisstadion: 47 000 Eisläufer frequentierten das Eisstadion, 11 000 mehr als im Vorjahr. Erste Überlegungen im Februar 1975 zur Stadionüberdachung! Am 10. November gewann der SVG zur Stadioneinweihung in Trostberg mit 9:0 Toren (6:0, 1:0, 2:0) vor rund 300 Zuschauer, wobei es bereits nach 12 Minuten Spielzeit 6:0 stand.



Saison 1975/76

In dieser Saison kann Gendorf erstmals drei Nachwuchsmannschaften (Jugend - Schüler - Knaben) und eine Seniorenmannschaft stellen, die in der Landesliga-Mitte nach 12 Spielen (10:14 Punkte, 44:56 Tore) einen 5. Platz von acht Teams erreicht. 152 Zuschauer pro Spiel besuchten die Heimspiele, und die Abteilung zählt 62 Mitglieder (Rückgang von 3 gegenüber dem Vorjahr).

In der Jugend-Sonderklasse reichte es nur zu einem 6. Platz von acht teilnehmenden Teams bei 9:17 Punkten und 41:57 Toren.

Die Schülermannschaft wurde nach Doppelbelastung und psychologischen Problemen aus der Meisterschaftsrunde zurückgezogen - man traf dabei auf zu starke Gegner. Bei Schülerturnieren in Moosburg und Berchtesgaden wurden jeweils dritte Plätze erreicht. Auch die Knaben waren aktiv und erreichten einen 4. Platz mit 3:11 Punkten und 9:84 Toren, wobei es gegen die "Großen" wie z. B. Landshut jeweils 0:38 und 0:33 Niederlagen gab, die man aber nicht tragisch nahm.

Drei Schiedsrichter wurden gestellt und ein Programmheft wurde gedruckt. Ein Sommerfest im Bootshaus trug zur Geselligkeit bei und war ein großer Erfolg.



Saison 1976/77

Am 20. November 1976 konnte der 200 000. Besucher im Eisstadion ermittelt werden und für Gendorfs Eishockeyabteilung sollte es eine gute Saison werden. Höhepunkt war wohl der sensationelle 2. Platz in der Landesliga-Mitte. Unter Trainer Adi Müller erreicht unsere Mannschaft die Aufstiegsrunde zur Bayernliga; es wurden Spiele, die die Zuschauer nicht so schnell vergessen werden. Vor rund 4 000 (!) Zuschauer in Ingolstadt wurde am 25.02.1977 der dortige ERC nach einem dramatischen Spiel mit 2:1 geschlagen, dem zwei Tage später in der Gendorfer Eisarena ein 6:5 Sieg folgte. Held des Tages war Miro Tesinski mit 4 Toren, Ernst Brosch und Edi Dedek markierten die restlichen Treffer. Einen 19:0 Kantersieg (höchster Sieg in der vierjährigen Vereinsgeschichte) feierte die Jugendmannschaft gegen den EC Pfaffenhofen, wobei Klaus Rohracker innerhalb weniger Minuten fünf Treffer markierte. Der Aufstieg geschafft - ein großer Erfolg! Halb Burgkirchen beteiligte sich damals an den anschließenden Feiern, einschließlich Bürgermeister und Gemeinderat.

E. Brosch, A. Müller und A. Muggenthaler machen die Prüfung zu Übungsleitern und weitere Erfolge in der Nachwuchsarbeit stellen sich ein. Die Jugendmannschaft wird Vizemeister (21:7 Punkte, 97:40 Tore) hinter dem Deggendorfer EC in der Sonderklasse, die Knaben belegen den vorletzten Platz in der Klasse A von sechs beteiligten Teams in der höchsten bayr. Spielklasse, Gewinn des Fairneß-Pokals. 180 Zuschauer pro Spiel, 78 Mitglieder und insgesamt 53 Spiele kamen zur Austragung.



Saison 1977/78

Unter der letzten Amtsführung von Christoph Heinze wurde in der Bayernliga von den Senioren nach hartem Sommertraining ein 11. oder 12. Platz erreicht, ein Platz der niemals richtig geklärt wurde. Gendorf hatte in 22 Punktespielen (84:148 Tore, 10:34 Punkte) gegen Traditionsmannschaften wie Schliersee, Gaißach, Bad Reichenhall und Ingolstadt keine Chancen und blieb nach sportlichem Abstieg (Entscheidungsspiel gegen den EV Berchtesgaden 1:4 Niederlage) doch noch der Bayernliga erhalten, da die Bundesliga aufgestockt wurde und alle Mannschaften zwei Plätze nach vorn rückten. In 14 Punktspielen gab es für die Jugend in der Klasse II einen 4. Platz in der zweithöchsten bayr. Spielklasse (16:12 Punkte, 76:70 Tore - 8 Siege und 6 Niederlagen, wobei K. Rohracker 50 Tore erzielen konnte). Auch zwei Freundschaftsspiele konnten mit zwei Siegen (39:3 Tore) abgeschlossen werden - eine tolle Saison für unseren Nachwuchs, der dem TSV Trostberg zweimal mit 20:1 und 19:2 das Nachsehen gab. Auch die Knabenmannschaft hielt sich recht wacker und belegte ebenfalls Platz 4 (11:78 Tore, 6:14 Punkte) vor noch höher eingeschätzten Teams wie Regensburg und Straubing, wobei nur Vereine der 1. und 2. Bundesliga beteiligt waren. Auch die Zuschauerzahl wurde von 180 auf 230 pro Spiel gesteigert und bei manchen Spielen drängten sich bis zu 600 Zuschauer entlang der Bande. Verletzungen blieben nicht aus, der Wunsch nach einer Tribüne wurde immer größer. Am 1. August 1977 erfolgt dann die Auftragserteilung zur Planung der Stadionüberdachung an Dipl. Ing. Eimannsberger, Baubeginn war endlich am 2. April 1978.

Bei der vorgezogenen Jahreshauptversammlung am 30. März 1978 stellt sich Christoph Heinze aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Wahl, was allseits sehr bedauert wurde. Hans Bierschneider heißt der neue Mann an Gendorfs Spitze der Abteilung Eishockey und auch in den anderen Ressorts gibt es personelle Änderungen: Ulrich Decker - verantwortlich für die Finanzen (105 Mitglieder). Am 15. April 1978 wird die Eishockeyabteilung endlich eine eigene Abteilung des SV Gendorf. 1978 ist ein Jahr mit einem weiteren neuen Abschnitt in der noch jungen Eishockeygeschichte. Nach sieben Jahren bekommt das Eisstadion endlich ein Dach und Tribünen, ein Eissportzentrum in Burgkirchen, um welches uns viele beneiden.



Saison 1978/79

Am 18. November 1978 erfolgt die Eröffnung der neuen Saison "unter Dach" - 910 Stehplätze stehen nun witterungsgeschützt zur Verfügung und die gelungene Halle bietet 3 600 Besuchern Platz bei großen Verantstaltungen. Jetzt konnte und wollte man attraktives Eishockey bieten, dementsprechend wurde ein neuer Trainer (Wolfgang Kern) engagiert und man verpflichtete zwei 22jährige kanadische Spieler (Calvin McInes / David Bespalco). Hatte man anfangs wegen der Baumaßnahmen noch Trainingsschwierigkeiten - verbunden mit Fahrten nach Landshut und Waldkraiburg - so legten sich diese mit Kosten verbundenen Unannehmlichkeiten bald und man war froh um die neue Halle.

Die Senioren schloßen mit einem 8. Platz in der Bayernliga ab (22 Spiele - 100:151 Tore bei 17:27 Punkten und 7 Siegen, 3 Remis, 12 Niederlagen) und schafften den Klassenerhalt. Knaben und Schüler belegten jeweils die vorletzten Tabellenplätze ihrer Klasse, da das Problem von nicht zur Verfügung stehenden Trainern im Raum stand. Einen vierten Platz gab es für den Nachwuchs bei einem Schülerturnier in Moosburg. Bei den Senioren erwies sich D. Bespalco mit 32 Toren vor McInes und Kapitän E. Brosch als bester Torschütze. Miro Tesinski wurde Strafbankkönig und alle 22 Spiele absolvierten nur Maxlmoser und McInes. Am 28.02.1979 wurde der 300 000. Besucher erwartet und Erich Seifert legt sein Amt aus privaten Gründen am 01.05.1979 nieder.



Saison 1979/80

Aktivitäten im Sommer wie Disco, Volks- und Bürgerfest und ein Sommernachtsball zeugen von der Nutzung der neuen Eisarena. Am 20. September war die nächste Jahreshauptversammlung und am 28. September 1979 erfolgte die offizielle Einweihung der Eissporthalle (Keltenhalle). Der SV Gendorf spielt (verstärkt) gegen den Deggendorfer EC (2. Bundesliga) und kassiert eine 1:8 Niederlage; im November folgt die Fertigstellung der Außenanlagen.

Nachdem gleich vier Spielerabgänge zu beklagen waren (McInes, Bespalco, Tesinski und Dedek), mußte man handeln. Unter der Regie von Wolfgang Kern wurden zwei erfahrene Spieler neu verpflichtet (Parzinger und Rauchenzahner). Und von Tom Griffiths hatte man auch eine Verstärkung erwartet, doch er erfüllte die in ihn gesetzten Hoffnungen nicht. Ein 8. Platz in der Bayernliga war die Ausbeute, in 22 Punktspielen gab es 71:92 Tore und 16:28 Punkte (7 Siege, 2 Remis, 13 Niederlagen) vor im Schnitt 199 Besuchern. Die Torschützenliste, sowie die Strafenliste führt E. Brosch an. Bemerkenswert ist noch die Tatsache, daß unsere Cracks keine einzige zweistellige Niederlage bzw. keinen einzigen zweistelligen Sieg bekamen. Alle 22 Spiele machten Seidl, Rauchenzahner, Roth, Maxlmoser und Heidrich mit.

Im Nachwuchsbereich gab es eine kombinierte Schüler- und Jugendmannschaft unter Trainer A. Muggenthaler, wobei gute Arbeit geleistet und hinter Dorfen der Vizemeistertitel errungen wurde. Eine Leistung, die sich sehen lassen kann. Bei der Teilnahme am Inn-Chiemgaupokal gelang ein 5. Platz. Die Eishockeyabteilung zählt inzwischen 120 Mitglieder.



Saison 1980/81

Eine äußerst erfolgreiche Saison mit einem 2. Platz in der Bayernliga hinter dem SC Reichersbeuern: 22 Spiele brachten 30:14 Punkte - 123:69 Tore (14 Siege, 2 Remis, 6 Niederlagen) bei den Senioren, die ein neuer Trainer (Rödlingshöfer) unter seine Fittiche nahm. Der Aufstieg in die Regionalliga wurde geschafft! Möglich wurde dies durch zwei Neuverpflichtungen aus Kanada (Dumaine und Halvorsen), die großen Anteil am Erfolg hatten. Als achtbester Torschütze der Bayernliga (33 Tore) wird Dumaine geführt,und als Strafbankkönig trat Halvorsen (60) vor Jilg (43) und Tscherkes (42) heraus. 3 619 Zuschauer sahen die Heimspiele - Schnitt: 329, als Vergleich der ERV Schweinfurt mit 14 155 / 1 287 Zuschauern.

Große Probleme gab es bei der Suche nach Sponsoren bzw. Geldgebern, ohne die eine Saison nicht finanzierbar ist. Da man keine Werbeträger fand, war man gezwungen, keine ausländischen Spieler mehr zu verpflichten, da Ablösesummen und Leihgebüren zu hoch seien.



Saison 1981/82

Unter dem neuen Trainer G. Körber weht in der Regionalliga ein ganz anderer Wind als in der Bayernliga. Stärkere Gegner warten auf Gendorfs Team, man will aber nicht der Prügelknabe werden. Am 1. Dezember stoßen mit den beiden Salzburgern Dr. Pfeiffer und Kratochvil zwei neue Spieler zum Kader, ebenso wie Vitus Mitterfellner vom SB Rosenheim. Dies reichte aber trotzdem nicht, um ein gutes Resultat zu bringen. Nur der 9. Platz sprang heraus, wobei 26 Spiele in einer erstmals ausgetragenen Dreier-Runde bestritten wurden. In der Normalrunde Platz 10 (48:138 Tore, 6:30 Punkte) nach 18 Spielen und in der Abstiegsrunde Platz 2 (56:54 Tore, 8:8 Punkte) brachten den 9. und vorletzten Tabellenplatz. 6 Siege, 2 Remis und 18 Niederlagen ergaben insgesamt 104:192 Tore, 14:38 Punkte, wobei das torreichste Spiel mit 24:0 gegen Meister EV Regensburg verloren ging. Torschützenkönig wurde V. Mitterfellner mit 33 Toren und 11 Beilagen von Dr. Pfeiffer. Am Schluß gab es noch Aufstellungsprobleme, da einige Spieler zur Bundeswehr einrückten und teilweise nicht zur Verfügung standten (Jilg, Roth und Czernin).

Die Schüler machten 9 Spiele (5:11 Punkte, 27:57 Tore) und erreichten in der Klasse III einen 5. Platz, obwohl sie anfangs keinen Trainer hatten. Die Jugend bildete mit 5 Trostberger und 4 Waldkraiburger Spielern eine Spielgemeinschaft unter Trainer Parzinger in der Klasse III-Gruppe C, über deren Ausgang nichts bekannt wurde.

Der Rücktritt des Vorsitzenden Hans Bierschneider (aus beruflichen Gründen) und seines Stellvertreters Albert Leiser (Umzug nach Augsburg) machten eine vorgezogene Jahreshauptversammlung notwendig, wo am 11. Februar 1982 dann 45 Wahlbeteiligte zur Neuwahl schritten, um einen neuen Abteilungsleiter zu wählen. Wie sich herausstellen sollte ein Glücksfall für den Gendorfer Eishockeysport, als Friedrich Beaujean "genannt Fritz" zum 1. Vorsitzenden gewählt wurde und ab Februar der Abteilung vorstand. Ein Mann, der für den Eishockeysport lebt, mit Leib und Seele bei der Sache ist, ein "Mädchen für alles" darstellt, sich dank einer mitfühlenden Gattin, die sich selbst im Verein engagiert, für seinen Sport aufopfert - ein tolles Gespann und ein Volltreffer für die Eishockeyabteilung.



Saison 1982/83

Wie im Vorjahr unter Trainer G. Körber ein 9. Platz in der Regionalliga, wo in 22 Begegnungen bei einer Trefferquote von 101:144 Toren 16:28 Punkte geholt wurden (8 Siege, 14 Niederlagen, wobei K. Rohracker das beste Zielwasser getrunken hatte und mit 27+20=47 Punkte die Liste vor Pszolla (46 Punkte = 23+23) und Mitterfellner (15+11=26) anführt). Vorher wurden noch sieben Freundschafts- bzw. Aufbauspiele absolviert, wobei es 4 Siege, 1 Remis und 2 Niederlagen (58:35 Tore) gab. Insgesamt wurden 29 Begegnungen ausgespielt mit einem Torverhältnis von 159:179: 12 Siege, 1 Remis und 16 Niederlagen waren die Saisonbilanz. In der Play-Off-Runde dann nur der 9. Platz und der bittere Weg des Abstiegs in die Bayernliga stand bevor. Alle Spiele bestritten Roth, Kiermeier, Pszolla und Fischer. Die Junioren spielten 14 Punktspiele (72:83 Tore, 11:17 Punkte) und errangen einen 5. Platz mit 5 Siegen, 1 Remis und 8 Niederlagen in ihrer Klasse. Der Torschützenkönig hieß Frank Beaujean vor Deichstetter. J. Kalliwoda verbrachte vor Ulbrich und Strohammer die meiste Zeit auf der Strafbank.

Die Schüler errangen Platz 3 in 12 Spielen, wobei 60:55 Tore bei 16:8 Punkten erzielt wurden (8 Siege, 4 Niederlagen). Der höchste Sieg gelang im Heimspiel gegen den EHC Klostersee (8:0) und die höchste Niederlage wurde mit 0:12 beim Deggendorfer EC kassiert.



Saison 1983/84

In der Jahreshauptversammlung am 12.04.1984 in den Keltenstuben wurden neue Posten vergeben: 1. Vorsitzender blieb F. Beaujean, Sportwart: E. Seifert, Jugendarbeit: W. Menzel und Finanzen: G. Maier. Der Gesamtverein zählt zu diesem Zeitpunkt 2 370 Mitglieder, davon sind 108 im Eishockeyclub. Vier Mannschaften stellen sich der Herausforderung um Sieg und Punkte in der Saison 83/84.

Senioren: Sie spielten auch diese Saison in der Regionalliga-Süd, absolvierten 18 Spiele, erreichten 5 Siege, 1 Remis und 11 Niederlagen bei 91:133 Toren und 11:25 Punkten (1. ESV Buchloe vor EV Pegnitz). Torschützenkönig: K. Rohracker vor Pszolla und Schnabl. Strafenkönig: Viereckl vor Kiermaier und Pszolla. In der Aufstiegsrunde war man mit dem 9. Platz fehl am Platz, die Abstiegsrunde wurde von anderen Vereinen bestimmt und so blieb nur der 5. Platz nach acht Spielen (35:68 Tore, 1:15 Punkte), der Abstieg in die Bayernliga! Oder sollte es wieder anders kommen?

Die Jugend machte es hier viel besser! In dem 7 Mannschaften umfassenden Feld wurden 12 Spiele ausgetragen, 182:90 Tore erzielt und man blieb mit 24:0 Punkten ungeschlagen. Ein wahrlich stolzer Erfolg und dies noch vor Vilshofen und Dingolfing. Am treffsichersten erwies sich dabei J. Kalliwoda mit 70 Toren + 21 Beilagen. Damit konnten sie an der Aufstiegsrunde zur Klasse II teilnehmen und errangen dort den 3. Platz hinter Klostersee und Kempten, aber noch vor Bayreuth (6 Spiele, 25:40 Tore, 6:6 Punkte). Eine Bronzemedaille der bayrisch. Meisterschaft war die bisherige Krönung für die Jugend. Insgesamt schoß man 233 Tore und kassierte 70 Gegentore.

Kalliwoda erzielte insgesamt 87 Saisontore; ein großes Talent stellt sich vor.

Knaben: Wurden nach Neubeginn nicht gemeldet, wurden nur in drei Freundschaftsspielen (2 Siege, 1 Niederlage) geprüft, wobei Inzell geschlagen wurde (7:2 und 6:2) und man eine 18:2 Niederlage gegen Dorfen kassierte. Heinz Schnabl war auch in dieser Saison als Schiedsrichter tätig und Wolfgang Menzel wurde besonders für 10 Jahre Schiedsrichtertätigkeit geehrt.



Saison 1984/85

Obwohl Gendorfs Seniorenmannschaft gedanklich bereits in der Bayernliga weilte, kam es doch wieder anders. Am "grünen Tisch" erhielt man das Startrecht vom BEV, auch weiterhin in der Regionalliga zu spielen. Möglich machte dies der Oberliga-Aufsteiger ESV Buchloe, der sich finanziell übernommen hatte und in die Landesliga zurückging. Die Regionalliga wurde neu gestaltet und mit Vereinen aus dem niederbayr. Raum bestückt. Wenzel Staral hieß der neue Coach, der 1981 aus der CSSR nach Waldkraiburg kam (Nachwuchsarbeit). Ausgeschieden waren aus dem Kader Pszolla, Kiermeier, Braml, Ulbrich und Trainer Körber. Neugzugänge waren Kalliwoda und Lichtenegger aus dem Juniorenteam des SV Gendorf, sowie nach einer Pause Seidl und Tscherkes (Bundeswehr). Mit dieser jüngsten Seniorenmannschaft spielte man in der Regionalliga-Süd und nach einer schwachen Saison war der Abstieg vorprogrammiert. Nach nur drei Siegen und 17 Niederlagen aus der Vorrunde war nur der 11. Platz drin (78:170 Tore, 8:36 Punkte). In der Abstiegsrunde wurde es auch nicht besser und nur der vorletzte Platz erspielt - der Abstieg in die Bayernliga war endgültig. K. Rohracker (45) war vor Schnabl (16) und F. Beaujean (12) der beste Schütze. Strafbankkönig war Viereckl vor Zerwesz und Czernin J. 36 Spiele bestritten nur A. Roth und M. Schnabl. 7 Siege, 4 Remis, 25 Niederlagen bei 168:266 Tore waren die Gesamtbilanz (Klaus Rohracker erzielte das 100. Saison- und Edgar Zerwesz das 100. Punktspieltor).

Besser machten es wiederum die Junioren: Sie verbuchten bei 5 Siegen, 1 Remis und nur zwei Niederlagen einen guten 2. Platz hinter dem VfL Waldkraiburg (62:31 Tore, 11:5 Punkte). Leider qualifizierte man sich selbst ab; durch Undiszipliniertheiten wurden sie nicht für die Aufstiegsrunde gemeldet.

Aus dem Nichts entstand eine Knabenmannschaft, die 12 Punktspiele machte und bei nur einem Sieg und 11 Niederlagen (28:134 Tore, 2:22 Punkte) einen 7. Platz erreichte . Beste Schützen Brosch vor Hieringer und Rau. Einen traurigen Höhepunkt erreicht die Saison mit dem Ableben von Norbert Bartsch, der am 3. Dezember 1984 einem Krebsleiden erliegt. Er war Sponsor und Besitzer des Gasthofes Bartsch in Margarethenberg und stellte seine Räumlichkeiten den Eishockeyfreunden zur Verfügung; er tat viel für den Eishockeysport.



Saison 1985/86

Nach dem endgültigen Abstieg in die Bayernliga mußte ein neuer Anfang gemacht werden. Wenzel Staral sagte seine Trainertätigkeit zwar zu, sprang dann aber ab; es mußte schnell gehandelt werden. Man wurde auch fündig - Peter Rohatsch, der vorher als Spielertrainer beim TSV Trostberg tätig war, übernahm das Training. Viele Abgänge mußte man verkraften - M. Straub, W. Viereckl, K. Rohracker, Zerwesz und F. Beaujean, der nach Regensburg zum Studium ging. Außerdem verlor die Abteilung im Juli 1985 Josef Strohammer, der nach einem Verkehrsunfall den Verletzungen erlegen ist, ein herber Verlust!

Eine harte Saison stand also bevor und dies dokumentiert sich in dem erreichten 10. Platz. In 22 Spielen resultierten nur 3 Siege, 4 Remis und 15 Niederlagen bei 66:120 Toren und 10:34 Punkten. In der Abstiegsrunde fehlte neben Selbstvertrauen auch das notwendige Glück, denn nach einer 1:4 Niederlage nach mäßiger Leistung gegen den ESC Vilshofen war man noch tiefer abgerutscht und in die Landesliga abgestiegen. Ein tiefer Fall nach Jahren in der Regionalliga, wenn man auch die jüngste und fairste Mannschaft vorweisen konnte. Das 100. Saisontor gelang A. Roth und Kapitän J. Czernin wurde für sein 200. Spiel geehrt. Zuschauerschnitt: 155, die 5 Siege, 5 Remis und 20 Niederlagen teilweise miterlebten (104:158 Tore, 15:45 Punkte).

Junioren: Sie waren zur Klasse III gemeldet, Trainer J. P. Seidl gab alles, trotzdem wurde die Mannschaft aus disziplinarischen Gründen nach zwei Spielen aus dem Wettbewerb genommen. Ein 14-Mann-Kader war zu wenig, zumal durch einen Verkehrsunfall Chr. Erhard auch noch ausfiel. Einige Spieler halfen dann später bei den Senioren aus, wenn verletzungsbedingt Spieler ausfielen.

Schüler: Unter dem Trainergespann Brosch und Stranner wurde ein 5. Tabellenplatz erarbeitet. In 10 Spielen wurden 43:121 Tore bei 4:16 Punkten erzielt. Nur zwei Siege gegen Erding waren die ganze Ausbeute; bester Torschütze Hieringer vor Brosch und Rau. Auch die "Eisbären", bestehend aus 17 Mitgliedern (ehemalige Spieler) machten 16 Spiele (11 Siege, 1 Remis, 4 Niederlagen), wobei die meisten Treffer E. Brosch markierte. Erstmals Gründung eines "Bambini"-Kindergartens durch J. P. Seidl und J. Stodulka, die für den jüngsten Nachwuchs sorgen.



Saison 1986/87

Am 1. Juli begann P. Rohatsch mit dem Sommertraining, am 5. Oktober startete die Saison mit Freundschaftsspielen. Doch vorher hatte man Konrad Buchner (25), Tormann der Seniorenmannschaft, am 28. September 1986 zu Grabe getragen, der nach einem Verkehrsunfall verstorben war. Er hinterließ eine große Lücke innerhalb der Eishockeyabteilung, ein ehrendes Andenken ist ihm, sowie den vor ihm gegangenen Norbert Bartsch und Josef Strohammer gewiß.

Frank Beaujean kehrte aus Regensburg zurück, dafür erklärt J. Czernin seinen Rücktritt. Mitte Dezember stieß K. Rohracker von Hedos München wieder zu seinem Stammverein - eine echte Verstärkung. Die zweite Saison nur mit Eigengewächsen konnte beginnen. Aber nicht in der Landesliga, in die sportlich abgestiegen wurde, sondern wieder in der Bayernliga. Dies wurde möglich durch eine Neugliederung der Spielklassen wegen Konkursen einiger Vereine (u. a. Waldkraiburg), die von vorne beginnen mußten. In 18 Punktspielen mißt man die Kräfte mit Gleichgesinnten und ein nicht erwarteter 3. Tabellenplatz (Bronzemedaille) unter Kapitän M. Schnabl sprang heraus (12 Siege, 1 Remis, 5 Niederlagen bei 114:73 Tore und 25:11 Punkten). Man bewieß enorme Heimstärke (nur Aufsteiger und Bayernligameister EV Pegnitz gelang ein knapper Sieg); keine Zittersaison, sondern die Aufstiegsrunde wurde erreicht. In 10 Begegnungen wurde zwar kein Aufstiegsplatz erreicht, denn 3 Siege, 1 Remis und 6 Niederlagen reichten nur zum 5. Platz der Gruppe. Trotzdem eine gute Leistung ohne sogenannte "Ausländer" - Absteiger übrigens der ERC Regen. Torschützenbester wurde Frank Beaujean (20+17) vor Michael Schnabl (23+13). Gesamtbilanz: 34 Spiele - 19 Siege, 2 Remis, 13 Niederlagen bei 197:153 Toren und 40:28 Punkten.

Die Jahreshauptversammlung (Wahl: Jugendleiter Hohenstein Helmut) am 08.05.1987 brachte finanziellen Erfolg, 144 Mitglieder sind inzwischen gemeldet, 286 Zuschauer im Schnitt. Der 1 500. Treffer wurde von M. Schnabl erzielt und M. Heidrich für 200 Spiel geehrt. Schiedsrichter H. Schnabl pfiff rund 60 Spiele bis hin zur 2. Bundesliga. Kleinschüler-Neugründung mit 15 Buben - Betreuer Bötsch Alfons. Schüler Klasse III-Gruppe C: Die Schüler errangen ihren wohl größten Erfolg: Schülermeister unter dem Trainergespann Brosch und Stranner und nach einer Aufstiegsrunde den 2. Platz hinter dem ungeschlagenen Meister ERSC Amberg (in 12 Spielen gab es 10 Siege, 1 Remis und nur 1 Niederlage; 100:41 Tore, 21:3 Punkte). Der Aufstieg in die Schülerklasse II ist perfekt. Nur schade, daß man die nächste Saison aus Altersgründen wieder von vorne beginnen muß, denn man ließ so renomierte Vereine wie Hedos München und Bad Wörishofen hinter sich. Der 2. Platz der bayr. Schülermeisterschaft (Silbermedaille) war der Lohn für harte Arbeit. Kurzum - eine recht erfolgreiche Saison für Gendorfs Eishokkey, ein Aufschwung unverkennbar.



Saison 1987/88

Die nur aus eigenen Reihen stammende Seniorenmannschaft schnitt diese beschriebene Saison nicht ganz so gut ab, dafür waren die Gegner viel zu stark, wie z. B. der VfL Waldkraiburg (blieb mit 44:0 Punkten ungeschlagen bei 298:59 Toren) und der Kulmbacher EC (40:4 Punkte, 195:85 Tore), die viel investierten, um unbedingt und mit aller Macht aufzusteigen - dies gelang dann auch. Nach der Renovierung der Kabinen und der Anbringung eines Schutznetzes rund um die Bande ging's nach einigen Freundschaftsspielen in die harte Punktejagd unter Trainer P. Rohatsch (jetzt Inhaber des A-Scheines). In den zum Teil recht aufregenden 22 Spielen der Normalrunde erkämpfte sich Gendorf den erhofften 6. Tabellenplatz und die Qualifikation zur Aufstiegsrunde. 10 Siege, 1 Remis und 11 Niederlagen - 101:123 Tore, 21:23 Punkte waren die Ausbeute, nur vier Punkte fehlten am Schluß zum Aufstieg, der durchaus möglich war. Rekordbesuch beim Heimspiel gegen Bayernligameister VfL Waldkraiburg mit rund 900 Zuschauern, dies brachte Platz zwei der Zuschauergunst in der Bayernliga (Schnitt: 363 pro Spiel). Klaus Rohracker (24+13) vor Frank Beaujean (16+17) waren am treffsichersten. M. Schnabl erzielte den 100. Treffer und wird neben K. Leuschner, W. Jilg, K. Rohracker, A. Fischer für 200 Spiele geehrt. A. Roth erreicht sogar die 300er-Grenze - ein schöner Erfolg. Höhepunkte setzten die Treffen gegen den späteren Bayernligameister und Nachbarrivalen VfL Waldkraiburg und das Aufstiegsspiel gegen Vizemeister Kulmbacher EC, den man endlich nach großem Kampf mit 4:3 besiegen konnte. 156 Mitglieder zählt die Eishockeyabteilung inzwischen und man peilt die Grenze 200 an. 36 Saisonspiele wurden mit einem Torverhältnis von 173:210 und 31:41 Punkten absolviert; Zuschauerschnitt: 363.

Die Jugend erreicht einen vierten Platz nach 10 Auseinandersetzungen (2 Siege, 1 Remis, 7 Niederlagen - 31:79 Tore, 5:15 Punkte), und die neu formierte Kleinschülermannschaft war nur angetreten, um zu lernen. Sie blieben sieglos bei 5:204 Toren und 0:20 Punkten. Sie war aber in ihrer Klasse die fairste Mannschaft und bald sollten sich auch die erste Siege einstellen. Sogar in die Schlagzeilen der Presse gerieten sie nach einer 0:60 Niederlage gegen den Deggendorfer EC, der mit einem eingespielten und weitaus erfahreneren Team dieses Spiel bestritt und altersmäßig weit voraus war. Am Schluß noch zu den "Eisbären", die auch heute noch sehr aktiv sind und zeigen, daß man sich durch Sport fit halten kann, die Freundschaft und Kameradschaft pflegt und gleichzeitig was für die Gesundheit tut. Eine nachahmenswerte Sache ...

In diesem Jahr wurde auch ein Fanclub gegründet - für Anfeuerung ist also gesorgt ...



Saison 1988/89

Erstmals bringt der Fanclub "Puckjager" eine Stadionzeitschrift heraus, die großen Anklang findet, wobei auch ein Spieltipp abgegeben werden kann. Die Hälfte des Erlöses kommt dabei dem Nachwuchs zugute, eine gute Sache! In einem Testspiel gastierten die Canadian Ambassadors Winnipeg in der Keltenhalle und besiegten unser Team knapp mit 6:7 Toren. Dem folgten weitere Aufbauspiele gegen den Lokalrivalen TSV Trostberg (7:1 Sieg) sowie ein 8:0 Sieg beim EHC Bad Aibling. Gegen den Regionalligisten DEC Inzell folgte ein 8:5 Sieg und eine 9:4 Niederlage in Inzell, während der EHC Bad Aibling im letzten Testspiel ein 5:5 Remis erreichte. Der Weltklassetorhüter Karl Friesen kam zu einem Training mit den Kleinschülern und beschäftigte diese mit einem Penaltyschießen, wobei einige dem Nationaltorhüter den Puck hinter die Linie bugsierten. Den Saisonhöhepunkt bildete aber das Freundschaftsspiel gegen den Bundesligisten Eintracht Frankfurt mit Trainer Vladimir Dzurilla und etlichen Klassespielern, wobei der Erlös der Jugendabteilung gehörte. Mit 16:2 siegten die Gäste standesgemäß, dennoch zog sich unser Team achtbar aus der Affäre. Die Gendorfer Treffer erzielten Klaus Rohracker und Heinrich Lichtenegger vor über 800 Zuschauern. In der Punkterunde lief es ausgezeichnet: 3. Platz nach 20 Spielen bei 103:94 Toren und 27:13 Punkten und damit das Erreichen der Aufstiegsrunde zur Regionalliga. Dort wurde die Mannschaft vom Verletzungspech gehörig gebeutelt und so wurden alle Spiele verloren. Im letzten Spiel wurde Andy Roth vor Klaus Rohracker und Torhüter Christian Hausruckinger als bester Spieler der Saison mit einem Pokal geehrt. Letztlich standen nach 10 Begegnungen 20:73 Tore und 0:20 Punkte zu Buche. Zuschauerschnitt: 428, Mitgliederzahl: 162. Insgesamt wurden 37 Spiele absolviert (162:209 Tore - 15 Siege, 4 Remis und 18 Niederlagen); Rekordzuschauerzahl beim 7:1 Heimsieg gegen ERC Selb.

Die Jugendmannschaft erreichte das gesteckte Ziel mit Platz 2 nicht, belegte den 4. Platz nach 12 Spielen (7 Siege, 5 Niederlagen bei 14:10 Punkten und 55:33 Toren). Die Kleinschüler hatten gegen wesentlich stärkere Teams keine Siegchance, waren aber trotzdem mit Begeisterung bei der Sache und bildeten mit dem TSV Trostberg eine Spielgemeinschaft. 4 280 Zuschauer sahen die Punkteheimspiele der 1. Mannschaft (Schnitt: 428), während die Aufstiegsspiele nur 1 176 Zuschauer (Schnitt: 235) sahen.



Saison 1989/90

Mit Klaus Rohracker, Wolfgang Jilg und Klaus Leuschner beendeten drei Leistungsträger ihre Laufbahn bei der Eishockeyabteilung; Harald Brosch und Christian Hieringer sowie Bernhard Schweiger stiegen in die 1. Mannschaft auf. Die Bayernliga spielte erstmals in zwei Gruppen mit je 10 Teams. 4 Testspiele standen auf dem Programm: 1:11 Heimniederlage gegen den höherklassigen EHC Waldkraiburg mit dem Ex-Nationalspieler Peter Scharf und den drei Kanadiern Waren, Scott und Lori, die allein neun Treffer beisteuerten, den Gendorfer Ehrentreffer markierte Michael Schnabl. Dem folgte ein 8:2 Sieg gegen den TSV Trostberg und ein 4:3 Erfolg gegen den ESC Vilsholfen. Beim EHC Waldkraiburg (Regionalliga) schloß die Rohatschtruppe die Testserie mit einer 5:13 Niederlage ab, wobei acht Akteure nicht zur Verfügung standen. Im dritten Saisonspiel gelang nach zwei Niederlagen gegen ERSC Amberg (13:4) und dem EV Weiden (8:2) endlich der erste Sieg mit 8:7 gegen den EC Schwaig, wobei Klaus Rohracker wieder ins Team zurückkehrte, später nach Kontroversen endgültig abtrat. Dafür kam Sven Ludwig als Neuzugang vom EHC Waldkraiburg. Katz und Maus spielte der Erstligist Eintr. Frankfurt im zweiten Freundschaftsspiel mit Jiri Lala gegen den SVG und gewann diese Partie mit 16:1 (Ehrentreffer durch Edi Bärtig!), und dies sollte der letzte Einsatz von Heinrich Lichten- egger sein, der am 19. Januar 1990 im Alter von 22 Jahren unfaßbar für alle verschied. Ein herber Schlag für alle, die ihn als Menschen und Sportkameraden kannten. In der Abschlußtabelle wurde Platz 6 mit 75:79 Toren und 18:18 Punkten erzielt. In der Abstiegsrunde lag das Team nach 10 Spielen (5 Siege, 1 Remis, 4 Niederlagen) mit 54:40 Toren und 11:9 Punkten auf Rang zwei hinter dem EV Pegnitz. Zuschauerschnitt in der Punkterunde: 361, in der Abstiegsrunde 266 je Heimspiel. Das 50. Saisontor erzielte Stefan Altmannshofer, Sven Ludwig das 50. Punktspieltor, Axel Fischer das 100. Saison- und Frank Beaujean das 100. Punktspieltor. Die Torschützenliste führt Frank Beaujean (29 Tore + 24 Ass. = 53 Punkte) vor Michael Schnabl (17+35=52) und Axel Fischer (25+17=42) an. Die Abteilung zählt nun 162 Mitglieder.

Die Kleinschülermannschaft belegte von acht Teams den letzten Platz mit 16:98 Toren und 2:26 Punkten nach 14 Spielen und blieb somit sieglos (zwei Unentschieden gegen EV Regensburg mit 5:5 und 1:1 gegen den EHC Straubing). In einem Freundschaftsspiel unterlagen sie beim Nachwuchs vom SB Rosenheim mit 25:0. Bester Torschütze war Rainer Gnyp mit 5 Toren vor Gerald Straubhaar mit 4 Treffern. Die Juniorenmannschaft kam in der D-Klasse auf den 5. Platz mit 4:16 Punkten und 33:82 Toren. Harald Brosch führt hier mit 11 Punkten die Scorerwertung an. Aus personellen Schwierigkeiten wird die Juniorenmannschaft für die nächste Saison nicht mehr gemeldet, dafür ist eine Mädchenmannschaft im Gespräch. Bei der Jahreshauptversammlung wurde Fritz Beaujean wieder zum 1. Vorsitzenden gewählt, Wolfgang Menzel als Stellvertreter, der auch die Finanzen übernahm. Den Nachwuchs betreut Helmut Hohenstein und Schriftführer wurde Andreas Kränzle.



Saison 1990/91

Mit vier Neuverpflichtungen ging es in diese Saison, gleich vier Stürmer konnten an Land gezogen werden. Zwei Juniorenspieler mit Enrico Kock und Sven Schkade (19) vom 25fachen DDR-Meister und jetzigen Bundesligisten PEV Weißwasser, die auf Leihbasis bis zum 31. Dezember spielten, wobei letzterer bis heute in Gendorf heimisch geworden ist, während Kock als exzellenter Torjäger nicht längerfristig gehalten werden konnte. Dazu kamen mit Michael Steckler (USA, New York, 24) und dem Kanadier Gordie Garland (22) hochkarätige Neuverpflichtungen, was sich später als wahrer Glücksfall entpuppte. Mit dem späteren Zuschauerkrösus ETC Crimmitschau (Zuschauerschnitt 2 600) wurde ein neuer Verein aus der ehemaligen DDR in die Bayernliga integriert. Mit großen Erwartungen ging es in diese Saison, letztlich sprang ein 3. Platz nach 18 Spielen heraus. Erzielte Tore: 122:72, 23:13 Punkte bei 11 Siegen, einem Remis sowie 6 Niederlagen war die erfreuliche Bilanz, wobei sich Michael Steckler auf Platz 7 (29 Tore + 27 Assists = 56 Punkte), Gordie Garland (22+22=44 Scorerpunkte) auf Rang 9 und Enrico Kock (16+23=39) auf Rang 12 in der Bayernliga Gruppe B plazieren konnten. Um Platz 5 in der Plazierungsrunde traf die Rohatschtruppe auf den EV Fürstenfeldbruck, der im Heimspiel mit 5:7 besiegt wurde und in der Keltenhalle mit 4:3 Punkte lassen mußte. Zum dritten Mal kreuzte Bundesligist Eintracht Frankfurt in der Keltenhalle auf und siegte auch diesmal mit Jiri Lala, Mark Jooris und Jaroslav Mucha klar mit 16:3 Toren, wobei auf Seiten von Gendorf Viktor Scheerman (Kasachstan, UdSSR) in der Verteidigung mitwirkte, leider aber nicht mehr für den SVG spielberechtigt war; er wäre ebenfalls eine echte Verstärkung gewesen. Die Gendorfer Treffer erzielten Michael Schnabl und 2 x Michael Steckler. Kurz danach wurde nach der Entlassung von Trainer Ladislav Olejnik auch die Mannschaft aus dem Wettbewerb zurückgezogen. In der Aufstiegsrunde zur Regionalliga wurde nun gefightet, und Michael Steckler versetzte beim 9:7 Auswärtserfolg dem EV Moosburg den Todesschuß; dem folgte eine 1:7 Heimpleite gegen den EHC Bad Reichenhall. Letztlich setzte sich die Mannschaft im letzten Spiel mit 4 Toren von Michael Steckler und einem 10:4 Sieg gegen den EV Fürstenfeldbruck durch und schaffte vor rund 900 begeisterten Zuschauern den Aufstieg in die Regionalliga mit einem zweiten Platz (hinter dem EV Bad Wörishofen) mit 64:45 Toren und 14:6 Punkten. Groß war die Freude bei allen Beteiligten, der Champagner floß in Strömen und bis 5 Uhr früh wurde durchgefeiert. Dann hieß es Abschied nehmen von Gordie Garland und Michael Steckler, die in ihre Heimat zurückflogen. Ohne sie und E. Kock bzw. S. Schkade wäre dieser Erfolg wohl nicht möglich gewesen, wobei erstere mit allen Ehren verabschiedet wurden. Michael Steckler war mit 52 Treffern der erfolgreichste Torschütze und gab 38 Vorlagen, Gordie Garland erzielte 30 Tore (38 Assists), während Klaus Rohracker 7 Tore (12 Assists) beisteuerte. Im Entscheidungsspiel konnte er seinen 500. Punkt für den SVG erzielen, ein großer Erfolg! In der Zuschauergunst belegte der SVG den 4. Platz mit rund 5 404 Zuschauer - einem Schnitt von 600 (im Gegensatz der ETC Crimmitschau mit 17 740 Zuschauer - Schnitt: 1 970).



Saison 1991/92

In dieser Saison hieß es, den Platz in der Regionalliga nach dem tollen Aufstieg zu verteidigen, wobei sich das Spielerkarusell etwas drehte. Mit Spielmacher Gordie Garland verlor die Abteilung einen exzellenten Spieler, doch mit Terry Campbell (22) aus Kanada, der heute noch in Deutschland sein Geld als Profi verdient, kam guter Ersatz. Neu in den Kader kam noch Verteidiger Peter Thalmeier (SB Rosenheim), während sein Kollege Viktor Scheerman für SB Rosenheim freigegeben wurde. Für Torhüter Christian Hausruckinger kam Bernhard Schweiger ins Team und Enrico Kock spielt weiterhin beim Bundesligisten Weißwasser. Schade, er wäre eine echte Verstärkung gewesen. Dafür kam Michael Steckler aus den USA zurück und spielte seine zweite Saison. Der Fanclub "Puckjager" hat Konkurrenz bekommen durch den Fanclub "Bodycheck", der die 1. Mannschaft nicht nur stimmgewaltig, sondern auch finanziell unterstützen wird. Verzögerungen bei den Bauarbeiten der Keltenhalle wirkten sich negativ im Trainingsaufbau aus und damit verbunden mußten die Cracks gleich 3mal auswärts antreten. Im ersten Testspiel mußte man in Salzburg gegen den dortigen EHC spielen und verlor mit 6:4 Toren beim Zweitdivisionär. Beim ERC Ingolstadt (6:6) folgte ein 8:5 Sieg beim EHC Bad Reichenhall und beim DEC "Frillensee" Inzell gewann die Mannschaft in einer hart geführten Partie mit 7:4. Im letzten Testspiel verloren Steckler und Co. mit 5:3 beim EV Germering. Mit 10:2 wurde der EHC Bad Reichenhall im ersten Punktspiel vor rund 500 Zuschauern deklassiert; auf eigenem Eis ein guter Saisonauftakt. Am 6. November gastierte der Bundesligist SB Rosenheim (3x deutscher Meister) in der Keltenhalle als Ablösespiel für Viktor Scheerman. Im Spiel des Jahres siegte der Favorit mit 23:5 Toren. Rund 1200 Zuschauer sahen das Torfestival und die Eishockeydemonstration. Die Schützlinge von Dr. Jano Starsi zeigten ihr Können mit vielen Kabinettstückchen. Allen voran Nationalkeeper Karl Friesen, Kapitän Ernst Höfner und Liebling Dale Derkatsch, um nur einige zu nennen. Gendorfs Keeper Bernhard Schweiger und Christian Bucheli hatten Schwerstarbeit zu leisten. Die Gendorfer Treffer markierten Terry Campbell (2x), Michael Steckler, Klaus Rohracker und Youngster Christian Hohenstein. Rund 700 Zuschauer kamen zum 1. Heimspiel gegen den ESV Bayersoien, der mit 5:2 die Oberhand behielt; gegen den ERV Schweinfurt wurde 9:5 verloren. Anschließend nahm die Mannschaft am "Bayernpokal" teil - Gegner der EV Germering, der vor 400 Zuschauer - mit 12:4 geschlagen - das Eis in der Keltenhalle verließ. Gendorf eine Runde weiter, doch dann kam das "Aus" gegen den Deggendorfer EC mit einer 2:13 Heimniederlage. Anschließend wurde mit wechselnden Erfolgen die Vorrunde absolviert, wo letztlich nach 22 Spielen 10 Siege, 1 Remis und 11 Niederlagen Rang 8 in der Tabelle brachten (123:124 Tore, 21:23 Punkte). Sensationell der knappe 7:5 Auswärtssieg beim verlustpunktfreien Tabellenführer EHC Straubing im Spiel "David gegen Goliath". Die Aufstiegsrunde wurde knapp verpaßt, dafür blieb unser Team in der Relegationsrunde ungeschlagen mit 7 Siegen und 1 Remis (4:4 ESC Holzkirchen), was 15:1 Punkte und 73:35 Tore einbrachte. Der Klassenerhalt war damit locker geschafft. Zuschauerschnitt 620 in 21 Spielen. Torschützenkönig wurde Terry Campbell (60 Tore + 51 Assists = 111 Scorerpunkte) vor Michael Steckler (43+48=91) und Klaus Rohracker (32+38=70). Das 2 500. Punktspieltor erzielte Christian Gruber, während Jürgen Kalliwoda das 5 000 Tor seit 1974 erzielte, Klaus Rockacker in der 13. Saison sein 300. Tor.



Saison 1992/93

Durch die Umgruppierung der 2. Liga nahm die Regionalliga ihren Spielbetrieb mit vier aufgestockten Mannschaften auf, so daß nun 16 Teams in dieser Saison um Punkte kämpften. Für Gendorf konnte das Ziel nur der Klassenerhalt sein. Mit einem klaren 11:2 Sieg gegen den Bayernligisten TSV Trostberg (in Waldkraiburg) begann Gendorf diese Saison, in der es am Schluß Abschied nehmen hieß von drei nicht mehr wegzudenkenden Akteuren: Michael Steckler und Terry Campbell sowie Coach Peter Rohatsch. Alle drei hatten großen Anteil am Klassenerhalt und der dritten Saison in der Regionalliga. Im zweiten Testspiel wurde Inzell mit Keeper Alex Harslem (!) mit 7:1 vom Eis gefegt, dann begann die Punktspielrunde mit der Erstbegegnung gegen den Favoriten und Oberligaabsteiger ESC Dorfen - ein 3:2 Erfolg zum Saisonauftakt ließ hoffen. Doch vier Niederlagen in Folge brachte Gendorf ins Hintertreffen, wobei es vor rund 3 000 Zuschauer eine 8:5 Niederlage beim Zuschauerkrösus in Crimmitschau gab. Mit 15:2 wurde der EHC Bad Reichenhall nach einer Niederlagenserie geschlagen, anschließend gewann der EHC Waldkraiburg im Lokalderby vor 800 Zuschauern das Duell gegen Gendorf mit 7:4, in dem Gendorf prächtig mithielt. Nach weiteren Niederlagen erklärte Trainer Peter Rohatsch seinen Rücktritt, den er wenig später nach Aussprache mit Mannschaft und Vorstandschaft widerrief. Weitere Niederlagen folgten, der vorletzte Tabellenrang war die Folge, nachdem man auch im 2. Lokalderby vor rund 1 000 Zuschauern (Saisonrekord) mit 2:6 den Kürzeren zog. 17:43 Punkte, 142:176 Tore (6 Siege, 3 Remis, 19 Niederlagen) waren letztlich die Bilanz, bevor es in die Abstiegsrunde ging. Zuschauerschnitt: 436. Terry Campbell erwies sich am treffsichersten und erzielte 84 Punkte (34 Tore + 50 Assists) vor Michael Steckler (79 Scorerpunkte = 43 Tore + 36 Assists). In der Abstiegsrunde lief es dann wesentlich besser. Ein 3. Platz nach 14 Spielen brachte 10 Siege und 4 Niederlagen mit 90:40 Toren und 20:8 Punkten. Terry Campbell führt die Scorerpunkteliste mit 140 Punkten (56 Tore + 84 Assists) vor Michael Steckler (131 Punkte = 77 Tore + 54 Beihilfen) an, beide werden eine große Lücke hinterlassen, wenn sie den Verein verlassen. Michael Steckler spielte 3 Jahre für den SVG und erzielte in 114 Spielen 185 Tore + 156 Beihilfen = 341 Punkte - Terry Campbell spielte zwei Jahre, brachte es auf 84 Spiele und schoß dabei 115 Tore (+ 135 Beihilfen = 250 Scorerpunkte); er wechselt nun zum SC Riessersee.



Saison 1993/94

Eine total verkorkste Saison endete mit dem Abstieg von der Regionalliga in die Bayernliga. Durch den Trainerwechsel (Dr. Vlk - Frank Beaujean) und große personelle Probleme sowie Schwierigkeiten mit den beiden russischen Neuverpflichtungen und berufsbedingte Ausfälle wurden nur 13:69 Punkte erzielt (157:305 Tore). Die Abgänge von Michael Steckler (USA-Rückkehr) und Terry Campbell sowie Verteidiger Peter Thalmeier konnten nicht gleichwertig ersetzt werden. Nur 5 Siege und 3 Remis standen 30 Niederlagen gegenüber (ohne Alpenpokalspiele). Obwohl Sergej Tolstich Topscorer mit 89 Punkten vor Harry Brosch wurde, konnte er wie sein Landsmann Valerij Ssidorov nicht überzeugen. Gendorfs Rekordspieler wurde Verteidiger Andy Roth mit 530 Einsätzen. Die Abteilungsmitgliederzahl stieg auf 212. Nachdem Trainer Peter Rohatsch sein Amt nach 8 Jahren Tätigkeit aufgab, verlor die Abteilung mit Gründungsmitglied Fritz Beaujean einen weiteren Aktivposten, der nach 22 Jahren (davon 12 Jahre als Abteilungsleiter) als "Mädchen für alles" das Zepter aus der Hand gab. Bei den Neuwahlen wurde der Burghauser Bäckermeister Toni Bruckmeier zum Abteilungsleiter gewählt und Helmut Hohenstein zu dessen Stellvertreter. Gründung eines Förderkreises, der aber nicht die benötigten Gelder brachte. Die Damenmannschaft "Pinguins" absolvierte 7 Spiele (5 Siege, 1 Unentschieden, 1 Niederlage), dies brachte 11:3 Punkte. Die "Eisbären" spielten 14 Spiele, gewannen 13mal und kassierten nur eine Niederlage. John Dudenhöffer löste Helmut Hohenstein als Jugendleiter ab und Heinz Schnabl wurde "Vize". Die Saison begann mit dem Alpencup, wo der SVG ohne die beiden Russen Tolstich und Ssidorov gegen den Oberligisten TSV Erding mit 14:0 verlor. Auch das Spiel gegen den EHC Klostersee ging in Grafing mit 17:0 verloren, dem folgte eine 13:3 Pleite gegen den EHC Waldkraiburg im Lokalderby. Dann hatte man genug, die restlichen Begegnungen wurden abgesagt und für die Gäste gewertet. Der Beginn des Abstiegs vorprogrammiert? Gleich ein Fehlstart beim ERC Ingolstadt (1:10), dem folgten weitere Niederlagen und nach 16:0 Minuspunkten wurde Dr. Jaroslav Vlk im beiderseitigen Einverenhmen entlassen, Frank Beaujean übernahm das Training. Verteidiger Andy Roth feierte seinen 500. Einsatz, ein seltenes Jubiläum, das dementsprechend gewürdigt wurde. Es folgten drei Siege und ein 4:4 Remis im Lokalderby beim EHC Waldkraiburg, dem eine weitere 4:6 Heimniederlage folgte. Letztlich spielten Roth und Co. in der Plazierungsrunde um Platz 13 - 18, wobei die Partie vor über 2 000 Zuschauer in Crimmitschau (2:5 Niederlage) noch keiner vergessen hat. Positiv war nur der 6:5 Heimsieg gegen den gleichen Gegner mit 3 Toren von Tolstich, ansonsten noch ein 8:8 Remis (Königsbrunn) sowie acht Niederlagen. Bei 40:65 Toren waren die 3:17 Punkte eine Negativbilanz. Dem folgten in der Abstiegsrunde weitere Niederlagen (Berchtesgaden 6:8, Königsbrunn 1:7, Reichenhall 9:6, EC Stuttgart 10:5). 8 Spiele = 8 Niederlagen (0:16 Punkte und 33:65 Tore) bedeuteten den Abstieg in die Bayernliga. Insgesamt wurden 44 Spiele absolviert (5 Siege, 3 Remis, 36 Niederlagen bei 13:75 Punkten und 157:320 Toren). Sven Schkade war bei 41 Spielen dabei, es folgten mit 40 Einsätzen Michael Heidrich, Sven Ludwig und Keeper Heinrich Hölzlwimmer. Verteidiger A. Roth steht an der Spitze mit 530 Spielen vor Michael Heidrich (474) und Axel Fischer (419). Die Torschützenliste führt Sergej Tolstich (89=47 Tore + 42 Beihilfen) vor Harry Brosch (50=27+23) und Sven Ludwig (36=17+19) an. Einsame Spitze Klaus Rohracker mit 614 Punkten (348 Tore + 266 Assists) vor Michael Schnabl 438 Punkte (211+227) sowie Frank Beaujean 382 (176+206). Stürmer Valerij Ssidorov wurde vorzeitig nach persönlichen Problemen nach Hause geschickt ...



Saison 1994/95

Mit großem Optimismus ging das Team nach dem Abstieg in die neue Saison. Ein neuer Trainer wurde mit Wes Munro gefunden, zahlreiche Neuverpflichtungen sollten das Ziel Wiederaufstieg erreichen. Doch diese Saison wurde zum tiefen Fall in die Landesliga. Grund: anhaltende Verletzungen (Wadenbeinbruch von A. Roth, M. Schnabl Bänderriß, St. Schmalz Knieprobleme, Chr. Gruber Sprungbeinbruch) sowie berufliche Zielsetzungen einzelner Akteure brachten das Schiff zum Kentern. Nach 0:6 Punkten wurde Wes Munro entlassen, Michael Schnabl sprang als Coach ein, doch auch er scheiterte am personellen Notstand, die Ausfälle konnten nicht kompensiert werden. Keeper Jürgen Kutschera brachte nicht die erwartete Leistung und Heini Hölzlwimmer stand aus familiären Gründen nur 13 Spiele zur Verfügung. Das "Einmannteam" Alex Harslem konnte ebenfalls trotz guter Leistung den Abstieg nicht verhindern, zumal der Neueinkauf Ed Ljubicic - aus Kanada als Torjäger geholt - oft in der Abwehr aushelfen mußte, ebenso wie Alex König. 18 Punktspiele wurden absolviert (5 Siege, 1 Remis und 12 Niederlagen), letztlich sprang Rang 10 bei 11:25 Punkten und 81:139 Toren heraus. Bemerkenswert war nur der 4:1 Heimsieg beim späteren Rangersten und Aufsteiger ESC Dorfen. In der Abstiegsrunde gab es nur 3 Siege und 5 Niederlagen (27:43 Tore), wobei letztlich die schmerzliche 8:3 Niederlage im letzten Spiel beim ESV Vilshofen den Ausschlag gab; ein Remis hätte zum Klassenerhalt gereicht. Zwei Plazierungsspiele gegen den EHC Bad Aibling (6:9 im Hinspiel, 7:0 im Heimspiel) waren ohne Wert. Zum Saisonabschluß gab es noch einen Kräftevergleich gegen den VTJ Pribram und einen 7:2 Sieg gegen die tschechische Juniorenmannschaft, wo in den Reihen der Alztaler der Ex-Gendorfer Terry Campbell mitwirkte. Torschützenkönig wurde Sven Schkade (41 Punkte = 17 Tore + 24 Assists) vor Ed Ljubicic (40=21+19) und Harry Brosch (38=22+16). 31 Spiele absolvierten H. Brosch, A. Fischer und St. Velkoski, wobei die meisten insgesamt A. Roth (541) vor Michael Heidrich (494) und Axel Fischer mit 450 bestritt. Die Strafzeitenliste führt E. Ljubicic (128) vor H. Brosch (121) und Sven Ludwig (105) an.



Saison 1995/96

Am 1. September legt Abteilungsleiter Toni Bruckmeier aus beruflichen Gründen sein Amt nieder, bis zu den Neuwahlen übernimmt Helmut Hohenstein kommissarisch dieses Amt. Ein neuer Spielertrainer wird mit Milan Razym verpflichtet, der als Torjäger einen guten Namen hat. Eine schwere Saison steht vor der Tür in der Landesliga, in der sich nun die Mannschaft nach den Hiobsbotschaften der letzten Saison gefangen hat. Drei Vorbereitungsspiele konnten siegreich beendet werden, wobei die höherklassigen ESC Vilshofen (8:2) und Lokalrivale TSV Trostberg (12:6) geschlagen wurden, ebenso wie der jetzige Bayernligist ESC München (13:5). In der Punkterunde lief es dann ausgezeichnet, wo unser Team in eigener Halle eine Macht darstellte, was der 22:2 Sieg gegen Schliersee sowie der Sieg gegen EC Schwaig 12:2 und MTV Diessen 10:0 dokumentierten. Nur der ESV Bayersoien entführte beim 5:5 einen Punkt, wobei Sven Schkade 4 Sekunden vor dem Ende der Ausgleich gelang. Die 1. Heimniederlage kassierten Razym & Co. gegen den MTV Diessen mit 2:6 am 04.02.96. Michael Heidrich wurde für 500 und Christian Gruber für 300 Spiele geehrt; Gendorfs Eigengewächs Florian Harlander feierte sein Debüt in der ersten Mannschaft. Petr Zachar erzielte beim 12:2 Kantersieg gegen Schwaig 6 Tore. Letztlich sprang Rang 2 mit 21:7 Punkten und 105:54 Toren heraus - Gendorf mit den meisten Treffern und wenigsten Gegentoren - punktgleich mit ESV Bayersoien, der aber im direkten Vergleich die Nase vorn hatte. In der Aufstiegsrunde dann aber der Einbruch, nur einem Heim- bzw. Auswärtssieg standen 4 Niederlagen gegenüber (35:48 Tore, 4:8 Punkte), die Aufstiegsrunde war somit nicht erreicht. Besonders schmerzlich war die 7:15 Heimniederlage gegen ESV Bayersoien, dem in vier Spielen drei Siege und ein Remis gelangen. In einem Freundschaftsspiel standen sich der SVG und die Oldies "Star Bulls" aus Rosenheim (mit Peter Rohatsch und Petr Zachar) gegenüber, das die Gäste mit 11:4 siegreich beendeten. Kapitän Andy Roth war als einziger in allen 23 Spielen dabei, gefolgt von H. Brosch, Ch. Gruber, A. Harslem und M. Schnabl mit 22 Einsätzen. Die Torjägerliste führte mit 74 Scorerpunkten Harry Brosch (33 Tore, 42 Beihilfen) vor Milan Razym mit 68 Punkten (47 Tore + 21 Assists) an. Es folgten Michael Schnabl (54) und Christian Gruber (27), während es St. Velkoski, J. Kalliwoda und A. Roth auf je 22 Punkte brachten. Hervorzuheben ist noch die Leistung von Petr Zachar, der in nur vier Spielen immerhin 20 Scorerpunkte sammelte (11 Tore + 9 Beihilfen) und auf Platz 8 rangiert. Insgesamt wurden 373 Scorerpunkte (177 Tore + 196 Assists) bei 494 Strafminuten gesammelt. Die Strafenliste führen mit je 71 Strafminuten Harry Brosch und Jürgen Kalliwoda an. Zu Gunsten der Ruperti-Werkstätten wurde noch ein Benefizspiel zwischen den "Eisbären" und einer verstärkten ISW-Mannschaft durchgeführt, Ergebnis zweitrangig, doch ein Erlös von 5 200 DM wurde eingespielt. Gendorfs Damenteam "Pinguins" war ebenfalls recht erfolgreich: 7 Spiele - 4 Siege und bei einem Turnier in Villach wurde ein 3. Rang erzielt. Beste Scorerin Karin Mitterer. Die Kleinschüler kamen nach 8 Spielen auf einen 4. Tabellenplatz bei 17:48 Toren und 5:11 Punkten; Trainer Michael Hauswurz konnte zufrieden sein. Die Knaben erspielten sich unter Trainer Peter Rohatsch aus 12 Spielen 15:9 Punkte und 58:21 Tore, ein 3. Platz war die Folge. Die Jugendmannschaft zeigte unter Petr Zachar gute Ansätze, belegte nach 10 Spielen den 5. Platz mit 36:57 Toren und 4:16 Punkten. Bester Scorer: Marko Habereder mit 38 Punkten (26 Tore + 12 Assists) vor Alexander Wolf und Sven Schnabl. Bei den Neuwahlen wurde der zuletzt kommissarisch leitende Helmut Hohenstein in die Abteilungsleitung gewählt und im Nachwuchsbereich löste Heinz Schnabl John Dudenhöffer ab; die Abteilung verzeichnete 255 Mitglieder.



Saison 1996/97

Auch in dieser Saison wurde das Ziel "Aufstieg" knapp verpaßt. Genau ein Tor bzw. ein Sieg mehr fehlte letztlich zum Aufstieg in die Bayernliga, denn alle vier Gruppenersten der Meisterrunde stiegen auf (ESC München, Höchstadter EC, EV Lindau und der EHC Bad Aibling). Nach vier Siegen (u. a. gegen den höherklassigen TSV Trostberg mit 10:9) und 50:24 Toren war Razym und Co. fit für die Punkterunde, die Keeper Alex Harslem (zurück zum TSV Trostberg) und Christian Hanrieder (Laufbahnende) nicht mehr mitmachten. In 14 Spielen gelangen 8 Siege, 1 Remis und 5 Niederlagen mit 102:61 Toren und 17:11 Punkten, Rang 4 und die Qualifikation zur Aufstiegsrunde (Aufsteiger: EHC Bad Aibling ungeschlagen mit 28:0 Punkten, 130:33 Toren). Nur zwei Heimniederlagen (5:10 Aibling, 3:6 Waldkirchen) standen zur Bilanz mit einem Remis (5:5 Regen) und je 3 Auswärtssiegen bzw. -niederlagen, wobei nur Aibling und Waldkirchen gegen die Alztaler zweimal siegreich blieben. In der Meisterrunde lief es dann noch besser. Rang 2 hinter Bad Aibling nutzte nichts mehr, Aufstiegsrunde knapp mit 8:4 Punkten - 45:29 Toren verpaßt. 4 Siege und zwei Auswärtsniederlagen (Aibling 5:7, Waldkirchen 6:9) standen zu Buche, wobei Aufsteiger Bad Aibling seine einzige Niederlage in der Saison 96/97 in der Keltenhalle mit 7:5 erlitt! Erfolgreichster Torschütze wurde Milan Razym mit 93 Scorerpunkten (50 Tore, 43 Assists) vor Harry Brosch (64 Scorerpunkte = 36+28) und Sven Schkade (36 SPt = 22+14). Am 15.12.96 wurden Keeper Heinrich Hölzlwimmer zum 400. und Sven Schkade zum 200. Spiel für den SVG geehrt. Alle 24 Spiele machten nur Harry Brosch und Andy Roth mit, auf 23 Einsätze brachte es Verteidiger Stephan Altmannshofer, 22x standen Milan Razym und Sven Schkade auf dem Eis, wobei sich alle Spieler bis auf die drei Torhüter in die Torschützenliste eintragen konnten. Mit Stefan Velkoski (ging Ende der Saison nach Reichenhall), Marko Haber- eder und Jürgen Zwirglmeier standen hoffnungsvolle Talente im Kader, während Florian Harlander nur 5 Spiele absolvierte (2 Tore + 2 Assists) und am 28. Januar 1997 bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückte. In der Gesamtspielzahl führt die Liste A. Roth mit 581 Spielen vor Michael Heidrich (516) und A. Fischer (483) an. Die meisten Scorerpunkte weisen Klaus Rohracker 637 Punkte (357 Tore + 280 Assists) in 379 Spielen vor Michael Schnabl (437 Spiele, 528 Punkte = 243 Tore + 285 Assists) und Frank Beaujean mit 326 Spielen (388 Punkte = 177 + 211) auf. Bemerkenswert ist die Bilanz von Michael Steckler, der in 109 Spielen immerhin 326 Scorerpunkte (179 Tore + 147 Assists) aufzuweisen hat und Rang 7 einnimmt. Die meisten Tore erzielte Klaus Rohracker (357) vor Michael Schnabl (243) sowie Axel Fischer (186) und Michael Steckler (179).

Die Damenmannschaft "Pinguins" (20 Spielerinnen zwischen 16 und 30 Jahren) war heiß aufs Training, was sich aber schnell legte, als man nicht nur einmal um 0.15 Uhr kalt duschen mußte; außerdem teilte man sich die Eisfläche mit einer auswärtigen Mannschaft aus Feichten bzw. Eschetshub, um den finanziellen Aufwand möglichst gering zu halten. Im sportlichen Bereich nahm man an Turnieren in Villach, Klatau (CZ) und Bad Aibling teil. Diese schlossen sie mit zwei dritten und einem 2. Platz ab. 18 Spiele standen auf dem Programm: 7 Siege, 2 Untentschieden und 9 Niederlagen sind die Bilanz mit einem Torverhältnis von 33:53 Toren. Beste Torschützin war Damaris Thiemann (7x) gefolgt von Karin Mitterer und Conny Wenger mit je 5 Treffern.

Eisbären: Erstmals in dieser Saison spielten die "Eisbären" in einer neu gegründeten Hobbyliga um Punkte bzw. Auf- und Abstieg. Dabei war auch Ligenleiter und Gründungsmitglied Fritz Beaujean in neuer Funktion. Die Liga bestand aus 3 Leistungsgruppen, wobei der SVG in Gruppe 1 spielte. 17 Vereine nahmen teil, es gab spannende Partien, wobei der TSV Bernau mit 18:2 Punkten (61:26 Tore) den Direktvergleich mit den Chiemgau Oldies für sich entschied, der ebenfalls 18:2 Punkte (62:35) verbuchte. Unseren "Eisbären" gelang nur ein Sieg mit 5:0 gegen die Bergen "Timberjacks" sowie 2 Remis (5:5 Chiemgau Flames - 3:3 Alzbären Trostberg), aber 7 Niederlagen brachten letztlich nur den letzten Platz mit 28:56 Toren und 4:16 Punkten ein, der Abstieg in die Gruppe 2 - der sportliche Mißerfolg.

Jugend: Die Jugend schnitt unter Trainer Petr Zachar hervorragend ab, denn nach 10 Spielen belegte die Spielgemeinschaft mit Waldkraiburg Rang 1 mit 9 Siegen und nur einer Niederlage (73:26 Tore und 18:2 Punkte) vor dem punktgleichen EV Fürstenfeldbruck. Das Ziel Aufstiegsrunde zur Bayernliga war damit erreicht. Hier lief es dann nicht mehr so gut gegen wesentlich stärkere Teams, u. a. gegen den EHC Nürnberg, der mit 12:0 Punkten ungeschlagen den Aufstieg schaffte, während unser Team nach 6 Spielen (1 Sieg und 5 Niederlagen, 21:47 Tore, 2:10 Punkte) nur den letzten Platz belegte, trotzdem ein großer Erfolg. Bester Torschütze Marko Habereder mit 58 Scorerpunkten (40 Tore + 18 Assists) vor Rene Feit (30=14+16) und Robert Gabriel (28=18+10).

Schüler: Die Schülermannschaft unter Trainer Peter Rohatsch belegte in der Abschlußtabelle von 7 Mannschaften und 12 Spielen einen guten 4. Platz mit 5 Siegen, 1 Remis und 6 Niederlagen bei 56:58 Toren und 11:13 Punkten. Bester Torschütze Mustafa Göcer mit 36 Scorerpunkten (20 Tore + 16 Beihilfen) vor Marian Rohatsch (32 = 22 Tore + 10 Assists) und Wolfgang Jung (18=8+10).

Knaben: Noch besser schnitten die Knaben ab, letztlich ein guter 2. Platz hinter dem Wand. Germering (20:4 Punkte - 79:23 Tore) - ein großer Erfolg nach 12 Spielen (8 Siege, 1 Remis und nur 3 Niederlagen bei 89:33 Toren und 17:7 Punkten). Marian Rohatsch (44 Punkte = 28 Tore + 16 Assists) vor punktgleichen Mustafa Göcer (44=27+17) und Peter Frank (16=5+11) war der treffsicherste Schütze, wobei 9 Spieler alle 12 Partien bestritten und der höchste Sieg mit 24:1 gegen den EV Fürstenfeldbruck unter Trainer Michael Schnabl gelang.

Kleinschüler: In Runde 1 erkämpften sich die Kleinschüler nach 7 Spielen einen 3. Rang mit 20:77 Toren und 4:10 Punkten (2 Siege + 5 Niederlagen). In Runde 2 sprang ein 4. Platz mit 3 Siegen und 5 Niederlagen in 8 Spielen mit 25:36 Toren und 6:10 Punkten heraus. Insgesamt 15 Spiele wurden absolviert, die Stefan Pausch mit 35 Punkten und 35 Toren in Front sahen vor Florian Moser 6 Punkte = 6 Tore und Dominik Moser mit 4 Punkten (3 Tore + 1 Beihilfe).



Fanclubs

Zum Schluß noch einige Worte zu den beiden Fanclubs "Puckjager" (am 14.10.87 gegründet) und "Bodycheck" (Gründungsdatum 17. Juni 91), die seit der Gründung im Eishockeysport nicht mehr wegzudenken sind. Zweck ist die lautstarke und moralische Unterstützung bei Heim- und Auswärtsspielen sowie die finanzielle Förderung des Nachwuchses, während der Fanclub "Bodycheck" die 1. Mannschaft gleichermaßen unterstützt. Dazu zählen die jährliche Ausrichtung eines Fußballturniers (Gewinn 1997: 5 800 DM für den Nachwuchs), Versteigerungen in der Vorweihnachtszeit (1 200 DM im letzten Jahr) und die Beteiligung bei Veranstaltungen anderer Fanclubs. 1997 findet die 10-Jahrfeier mit allen Eishockeyfans statt. Die Mitgliederzahl beträgt 77, (139 incl. Familienmitgliedschaften) bei den "Puckjagern"; und ca. 50 Mitglieder beim Fanclub "Bodycheck", der noch jährlich ein Hallenfußball- und Kleinfeldturnier ausrichtet, sich um die Bandenwerbung kümmert und während der Saison wird der VIP-Raum unter der Stehtribüne betrieben, wo Siege gefeiert und Niederlagen begossen werden. Ein besonderer Dank gilt Hans Schweighofer, der sich sehr intensiv und ausgezeichnet um die Bandenwerbung kümmert. Am 17. Februar 1994 wurde der Eishockey-Nachwuchs-Förderverein (ENF e. V.) mit Sitz in Burgkirchen gegründet. Das Hauptziel besteht darin, durch gezielte Aktionen Spender und Sponsoren zu gewinnen, die mit finanzieller und materieller Unterstützung zu einer optimalen Förderung des Nachwuches beitragen will; die gleichen Ziele verfolgt auch der am 17.02.93 gegründete Förderverein des Fanclubs "Bodycheck". Für weitere Auskünfte stehen Ihnen die Vorstandsmitglieder zur Verfügung.