SVG Burgkirchen Eishockey - Chronik

| Saison |
Liga |
Platz |
Vorstand |
Trainer |
Kontingentspieler |
| 1972/73 |
FS |
|
Christoph Heinze |
Ernst Brosch |
- |
| 1973/74 |
Kreisklasse |
7. |
Christoph Heinze |
Ernst Brosch |
- |
| 1974/75 |
Kreisklasse |
2. |
Christoph Heinze |
Ernst Brosch |
- |
| 1975/76 |
Landesliga |
5. |
Christoph Heinze |
Ernst Brosch |
- |
| 1976/77 |
Landesliga |
2. |
Christoph Heinze |
Adi Müller |
- |
| 1977/78 |
Bayernliga |
11. |
Christoph Heinze |
Adi Müller |
- |
| 1978/79 |
Bayernliga |
8. |
Hans Bierschneider |
Wolfgang Kern |
Calvin McInes (CAN) / David Bespalko
(CAN) |
| 1979/80 |
Bayernliga |
8. |
Hans Bierschneider |
Wolfgang Kern |
Tom Griffith (USA) |
| 1980/81 |
Bayernliga |
2. |
Hans Bierschneider |
Peter Rödlingshöfer |
Brian Dumaine (CAN) / Ron Halvorson
(CAN) |
| 1981/82 |
Regionalliga |
9. |
Hans Bierschneider |
Günther Körber |
Dr. Eric Pfeiffer (A) / Max Kratochvil
(A) |
| 1982/83 |
Regionalliga |
9. |
Fritz Beaujean |
Günther Körber |
- |
| 1983/84 |
Regionalliga |
9. |
Fritz Beaujean |
Günther Körber |
- |
| 1984/85 |
Regionalliga |
11. |
Fritz Beaujean |
Wenzel Staral |
- |
| 1985/86 |
Bayernliga |
10. |
Fritz Beaujean |
Peter Rohatsch |
- |
| 1986/87 |
Bayernliga |
3. |
Fritz Beaujean |
Peter Rohatsch |
- |
| 1987/88 |
Bayernliga |
6. |
Fritz Beaujean |
Peter Rohatsch |
- |
| 1988/89 |
Bayernliga |
3. |
Fritz Beaujean |
Peter Rohatsch |
- |
| 1989/90 |
Bayernliga |
2. |
Fritz Beaujean |
Peter Rohatsch |
- |
| 1990/91 |
Bayernliga |
3. |
Fritz Beaujean |
Peter Rohatsch |
Michael Steckler (USA) / Gordie
Garland (CAN) |
| 1991/92 |
Regionalliga |
8. |
Fritz Beaujean |
Peter Rohatsch |
Michael Steckler (USA) / Terry
Campbell (CAN) |
| 1992/93 |
Regionalliga |
15. |
Fritz Beaujean |
Peter Rohatsch |
Michael Steckler (USA) / Terry
Campbell (CAN) |
| 1993/94 |
Regionalliga |
18. |
Fritz Beaujean |
Dr. J. Vlk -> Frank Beaujean |
S. Tolstich (UdSSR) / V. Ssidorov
(UdSSR) |
| 1994/95 |
Bayernliga |
10. |
Toni Bruckmaier ->
Helmut Hohenstein |
Wes Munro -> Michael Schnabl |
Wes Munro (CAN) ->
Ed Ljubicic
(CAN) |
| 1995/96 |
Landesliga |
2. |
Helmut Hohenstein |
Milan Razym |
Milan Razym (CZ) / Petr Zachar
(CZ) |
| 1996/97 |
Landesliga |
4. |
Helmut Hohenstein |
Milan Razym |
Milan Razym (CZ) / Petr Zachar
(CZ) |
| 1997/98 |
Landesliga |
1. |
Helmut Hohenstein |
Milan Razym |
Milan Razym (CZ) / Petr Zachar
(CZ) |
| 1998/99 |
Landesliga |
3. |
Marianne Hohenstein |
Milan Razym |
Martin Zivny (CZ) |
| 1999/00 |
Bayernliga |
12. |
Marianne Hohenstein |
Peter Rohatsch |
Brady Blain (CAN) |
| 2000/01 |
Bayernliga |
4. |
Christian Hueber |
Peter Rohatsch |
Scott MacDonald (CAN) |
| 2001/02 |
Bayernliga |
5. |
Christian Hueber |
Peter Rohatsch |
Scott MacDonald (CAN) |
| 2002/03 |
Bayernliga |
5. |
Ludwig Schillmaier |
Peter Rohatsch |
Scott MacDonald (CAN) |
| 2003/04 |
Bayernliga |
10. |
Ludwig Schillmaier |
Jiri Lupomesky |
Scott MacDonald (CAN) |
| 2004/05 |
Bayernliga |
7. |
Manfred Campehl |
Jiri Lupomesky |
Scott MacDonald (CAN) |
| 2005/06 |
Bayernliga |
14. |
Manfred Campehl |
Manfred Straub -> M. Schnabl
(-> Petr Zachar in der Play Down) |
Darren Martens (CAN) |
| 2006/07 |
Bayernliga |
16. |
Manfred Campehl |
Jiri Lupomesky |
Darren Martens (CAN) |
| 2007/08 |
Landesliga |
4. |
Manfred Campehl |
Petr Zachar |
Michal Sztefek (CZ) / Darren
Martens (CAN) 1 Spiel |
| 2008/09 |
Landesliga |
4. |
Marianne Hohenstein |
Petr Zachar |
David Zachar (CZ) |
| 2009/10 |
Landesliga |
13. |
Marianne Hohenstein |
Petr Zachar |
David Zachar (CZ) |
| ab 2010/11 keine
Mannschaft mehr gemeldet, da die Eishalle für den Spielbetrieb
nicht mehr zur Verfügung steht |
Wir schreiben den 2. Mai 1949, den Gründungstag des
SV Gendorf, der nun auf sein 48jähriges Bestehen zurückblicken kann.
Innerhalb dieser Zeitspanne bildeten sich viele Abteilungen, die Menschen
fanden zum Sport. Es sollten aber noch viele Jahre vergehen, bis man
in Gendorf zum Eishockey stieß. In der Wintersaison 1959/1960 wurde
die Sparte Eissport gegründet, eine rührige Abteilung, die bald groß
herauskommen sollte und den Namen des SV Gendorf weit über unsere Grenzen
hinaus bekannt machte. Diese Abteilung war die Keimzelle für die Eishockeyabteilung,
denn eine Kunsteisbahn ist die logische Folgerung der großen Erfolge
der Eisschützen. Im Jahre 1968 wurden durch H. Propstmeier dann die
ersten Gespräche über den Bau einer Kunsteisanlage geführt, Vorstellungen
wurden vorgebracht, doch durch Bürgerinitiativen war dieses Projekt
vorerst zum Scheitern verurteilt. Erst Ende 1969 wurde ein zweiter Anlauf
gemacht und brachte dank des unermüdlichen Einsatzes der Herren Dr.
A. Hartung, Dr. W. Kühn, R. Lux, L. Propstmeier sowie von der Gemeinde,
dem damaligen Bürgermeister und unserem Ehrenmitglied A. Vorderhuber
den Durchbruch: Am 22. Februar 1971 erfolgte dann der erste Spatenstich
und bereits am 8. Mai war Grundsteinlegung durch den Bauträger SV Gendorf,
dem sieben Jahre später der zweite Bauabschnitt mit der Überdachung
folgen sollte. Die offizielle Einweihung der Anlage erfolgte am 11.
Dezember 1971 und am 18. März 1972 öffneten die "Keltenstuben" ihre
Pforten - ein weiterer Meilenstein im Sportgeschehen des SV Gendorf.
Jetzt besaß man neben einem Restaurantbetrieb auch ein Vereinslokal,
das von den Wirtsleuten Damoser bis heute bestens geführt wird. Die
Eisschützen hatten ihre Attraktion und nutzten dies auch voll aus. Zu
diesem Zeitpunkt dachte wohl schon jemand daran, daß man das Eis noch
anderweitig nutzen konnte. Eishockey war im Gespräch und so dauerte
es nicht lange, da bekundeten nach den Eisstockschützen und den Kunstläufern
eine kleine Schar von Idealisten ihr Interesse an der Eisbahn an: Es
waren Eishockeyfreunde, die das Kunsteis nutzen wollten, um den schnellen
Puck zu jagen. Man war sich aber damals bereits einig, daß es sehr schwer
werden würde, diese Sache zu realisieren. Grund war die kostenintensive
Sportart, was vor allen Dingen die Sportausrüstung betraf. Daß der Eishockeybetrieb
auch sonst noch große Anforderungen an das Eisstadion stellte, dessen
war man sich im Klaren. Deshalb wurden im Sommer 1972 die ersten Gespräche
mit dem Burgkirchner Gemeinderat und dem SV Gendorf durch Friedrich
Beaujean und Christoph Heinze recht skeptisch geführt. Einen großen
Fürsprecher fanden sie dabei nicht nur bei der Vorstandschaft des Hauptvereins
sondern auch beim damaligen Werksleiter der Hoechst AG, Herrn Direktor
Dr. Oberrauch, der von der Idee Eishockey begeistert war. Der Gemeinderat
genehmigte darauf nach zähen Verhandlungen 80 000,00 DM für den Ausbau
der Umkleidekabinen und Duschen, der im Herbst abgeschlossen war. Die
ersten Schritte waren getan, die nächsten folgten. Am 17.10.1972 war
die erste offizielle Gründungsversammlung der Abteilung Eishockey, die
aber damals zunächst als Unterabteilung der Eissportabteilung zählte.
Die damaligen Gründungsmitglieder waren Friedrich Beaujean, Ernst Brosch,
Helmut Grindinger, Menzel sen. und jun., Josef Schmelz, Hans Wamser,
Rainer Rojahn, H. Wolff und Christoph Heinze, der als Abteilungsleiter
fungierte und die Geschicke bis 1977 führte. 15 Mitglieder zählte die
neu geschaffene Abteilung, der sich bald die ersten Spieler anschlossen.
Bereits im November konnte eine Mannschaft gestellt werden, die aber
nur in Trainingsanzügen ihren geliebten Sport ausüben konnte, denn mit
dem Startkapital konnten nur die Schläger gekauft werden. Da auch noch
die Tore fehlten, war das Training mehr eine "Trimm-dich-Aktion". Eine
große Hilfe waren einige Gleichgesinnte aus Kirchanschöring, die nun
regelmäßig zum Training erschienen und den "Neuen" Anschauungsunterricht
erteilten. Die ersten Schritte waren getan und niemand ahnte damals,
daß Eishockey bald einen solch hohen Stellenwert im Sportangebot des
SV Gendorf bekommen würde und die meisten Zuschauer anlockte. Bis es
aber soweit war, mußten noch manche Hürden genommen werden. Kurz vor
Weihnachten 1972 war das Startkapital beisammen, die 12 Spieler und
der Tormann konnten mit der Eishockeybekleidung ausgerüstet werden,
die Mannschaft der ersten Stunde stand!
Zur ersten Abteilungsversammlung am 12.01.1973 konnte
Vorstand Christoph Heinze bereits 36 Mitglieder begrüßen und aus dem
Einmannvorstand wurde ein Trio. Mit Erich Seifert und Friedrich Beaujean
standen zwei weitere Idealisten dem Vorsitzenden zur Seite und diese
drei aus der Stunde Null führten nun die Eishockeyabteilung. Vom "ungeliebten
Stiefkind" der Eissportabteilung bis zum vollwertigen Mitglied des SV
Gendorf sollten aber noch fünf Jahre vergehen.
Am 20. Januar 1973 fand dann endlich das erste Eishockeyspiel
statt, aber nicht daheim, sondern auf Natureis in Kirchanschöring. Ein
Spiel, welches zwar mit 0:11 verloren wurde, dem Sport aber keinen Abbruch
tat, sondern die Spieler noch mehr zu besseren Leistungen anspornte.
Im ersten Heimspiel (Ruperti-Pokalrunde) konnten sich dann rund 100
Zuschauer am 28. Januar 1973 über die Fortschritte der Juniorenmannschaft
überzeugen, verlor man das Spiel gegen EV Berchtesgaden doch nur noch
mit 1:5 (1:1, 0:2, 0:2), wobei der Schütze des ersten Tores der Vereinsgeschichte
Helmut Grindinger hieß. Im zweiten Spiel verlor der SVG mit 0:6 (0:3,
0:1, 0:2) gegen den ESC Bad Reichenhall und auch das letzte Spiel ging
mit 1:9 (0:4, 0:2, 1:3) gegen den DEC Inzell verloren, der ungeschlagen
den Pokalsieg feierte. Der erste Trainer konnte mit Ernst Brosch gefunden
werden, der neben den Senioren auch noch die neugegründete Jugendmannschaft
trainierte und gleichzeitig für den notwendigen Nachwuchs sorgte, deren
Betreuung für fünf Jahre Erich Seifert übernahm. Schon damals war man
sich sicher, daß eine gute Nachwuchsarbeit später zu einer schlagkräftigen
Mannschaft führt, diesem Prinzip ist man bis heute treu geblieben. Dies
hatten aber nur sehr wenige Vereine im Sinn, die lieber einkauften und
sich finanziell übernahmen, wie sich später zeigen sollte.
Am 27. Dezember 1973 wurde der 100 000. Besucher des
Eisstadions gezählt und die Seniorenmannschaft startete die erste volle
Saison am 11. November mit drei Freundschaftsspielen (SVG - Inzell 1:4,
VfL Waldkraiburg - SVG 8:2, SVG - Geisenhausen 6:3), um am 30. November
in der Kreisklasse die Punktspielsaison zu beginnen. Gegner war der
ESC Dorfen (4:2 Niederlage) und im ersten Heimspiel am 8. Dezember 1973
gab es eine weitere 3:5 Niederlage gegen Höhenkirchen. Am Saisonende
(10. März) schloß die Mannschaft mit dem 7. Platz von acht Teams nicht
gerade berauschend ab, doch der Anfang war getan. Sogar der erste Sieg
in der Vereinsgeschichte gelang auswärts mit 4:2 gegen Bad Reichenhall.
Dagegen mußte die junge Jugendmannschaft in ihrem ersten Spiel daheim
gegen Berchtesgaden eine 0:20 Niederlage einstecken, doch bereits ein
Jahr später wurden sie Meister der Sonderklasse. Bei einem Eistraining
in Landshut brachten die damals recht bekannten Dany Smith und Jaro
Truntschka unserem Nachwuchs viele Tricks und Spielzüge bei. Hier muß
besonders Alexander Muggenthaler erwähnt werden, der 1974 von Landshut
kommend nach Burghausen zog und in den folgenden Jahren zunächst als
Spieler, dann als Trainer mitverantwortlich zeichnete für die großartigen
Erfolge der jugendlichen Puckjager, die voll mitzogen und sich mit großer
Begeisterung ihrem Sport widmeten. Mit Peter Rohatsch muß gleichzeitig
ein weiterer Name genannt werden, der als Nachwuchstrainer beim SB Rosenheim
tätig war, im Dezember eine Woche lang das Jugendtraining leitete, später
immer wieder aushalf, wenn Not am Mann war und nach seiner aktiven Laufbahn
von 1985 bis 1993 die Trainerstelle in Gendorf übernahm. Noch kurz zur
Statistik der Saison: Die Senioren machten 20 Spiele - 68:126 Tore,
11:29 Punkte und 5 Siege, 1 Remis und 14 Niederlagen standen zu Buche.
Die Jugend trug 10 Spiele aus (53:64 Tore - 10:10 Punkte): 5 Siege und
5 Niederlagen. Die Schüler machten nur ein Spiel, siegten mit 8:2. 1
184 Zuschauer sahen die Spiele, ein Schnitt von 70 pro Spiel war erreicht.
Mitten im Hochsommer bekam die Nachwuchsabteilung zwei
Einladungen vom Bayr. Eissportverband; die guten Leistungen hatten sich
auf Verbandsebene herumgesprochen. Deshalb wohl wurden zwei Schüler
(Josef Czernin und Klaus Rohracker) zu einem Lehrgang ins Bundesleistungszentrum
nach Füssen eingeladen. Eine Woche lang trainierten 20 Buben unter Verbandstrainer
Gröger, der viel Wert auf Disziplin, Kondition und Kampfgeist legte;
Technik, Taktik und Regelkunde standen auf dem Programm. Beide lernten
viel für die spätere Laufbahn. Eine weitere Einladung zu einem Schülerlehrgang
kam von EV Landshut. K. Buchner, K. Leuschner, R. Müller, K. Umland
und K. Wanninger wurden entsandt und kamen unter Dany Smith und Jaro
Truntschka alsbald ins Schwitzen. Nach Ablauf des Lehrgangs hatten alle
viel dazugelernt und neue Freundschaften geschlossen.
Die Saison wurde zu einem ersten großen Erfolg für Gendorfs
junge Eishockeyteams (37 Spiele - 203:156 Tore). In der Kreisklasse
1 erkämpften sich Brosch und Co. den 2. Platz (16 Spiele - 74:53 Tore,
21:11 Punkte) und zugleich den Aufstieg in die Landesliga (Aufsteiger
der ungeschlagene EC Bad Reichenhall). Gleichzeitig stellte der SVG
mit F. Beaujean, Menzel jun. und sen. sowie Vit vier Eishockeyschiedsrichter.
Die Mitgliederzahl stieg inzwischen auf 65, auch das Zuschauerinteresse
stieg an, ein Schnitt von 130 pro Spiel wurde erzielt. Neue Spieler
wie Poetzel und Rohatsch (EV Rosenheim), Philipp und Tesinski (Waldkraiburg)
wurden geholt, echte Verstärkungen. In einem Freundschaftsspiel zum
Saisonauftakt kassierte Gendorf gegen die Oberligamannschaft DEC Inzell
eine klare 1:13 Niederlage (Peter Rohatsch erzielte den Ehrentreffer).
Die Jugend wurde Meister der Sonderklasse nach 8 Spielen (50:26 Tore,
15:1 Punkte, d. h. 7 Siege, 1 Remis), es folgten noch vier Freundschaftsspiele
mit 3 Siegen und einer Niederlage. Aufbau einer Knabenmannschaft - Turnier
in Moosburg mit Niederlagen in drei Begegnungen. Wichtig ist dabei nur,
Wettkampferfahrung zu sammeln. Niederlagen gab es gegen Landshut (0:13),
Klostersee und Moosburg (1:5). Erfolgreich war die Jugendmannschaft
mit einem 10:2 Sieg gegen den VfL Waldkraiburg zum Saisonabschluß. Einen
neuen Besucherrekord meldete das Burgkirchner Eisstadion: 47 000 Eisläufer
frequentierten das Eisstadion, 11 000 mehr als im Vorjahr. Erste Überlegungen
im Februar 1975 zur Stadionüberdachung! Am 10. November gewann der SVG
zur Stadioneinweihung in Trostberg mit 9:0 Toren (6:0, 1:0, 2:0) vor
rund 300 Zuschauer, wobei es bereits nach 12 Minuten Spielzeit 6:0 stand.
In dieser Saison kann Gendorf erstmals drei Nachwuchsmannschaften
(Jugend - Schüler - Knaben) und eine Seniorenmannschaft stellen, die
in der Landesliga-Mitte nach 12 Spielen (10:14 Punkte, 44:56 Tore) einen
5. Platz von acht Teams erreicht. 152 Zuschauer pro Spiel besuchten
die Heimspiele, und die Abteilung zählt 62 Mitglieder (Rückgang von
3 gegenüber dem Vorjahr).
In der Jugend-Sonderklasse reichte es nur zu einem 6.
Platz von acht teilnehmenden Teams bei 9:17 Punkten und 41:57 Toren.
Die Schülermannschaft wurde nach Doppelbelastung und
psychologischen Problemen aus der Meisterschaftsrunde zurückgezogen
- man traf dabei auf zu starke Gegner. Bei Schülerturnieren in Moosburg
und Berchtesgaden wurden jeweils dritte Plätze erreicht. Auch die Knaben
waren aktiv und erreichten einen 4. Platz mit 3:11 Punkten und 9:84
Toren, wobei es gegen die "Großen" wie z. B. Landshut jeweils 0:38 und
0:33 Niederlagen gab, die man aber nicht tragisch nahm.
Drei Schiedsrichter wurden gestellt und ein Programmheft
wurde gedruckt. Ein Sommerfest im Bootshaus trug zur Geselligkeit bei
und war ein großer Erfolg.
Am 20. November 1976 konnte der 200 000. Besucher im
Eisstadion ermittelt werden und für Gendorfs Eishockeyabteilung sollte
es eine gute Saison werden. Höhepunkt war wohl der sensationelle 2.
Platz in der Landesliga-Mitte. Unter Trainer Adi Müller erreicht unsere
Mannschaft die Aufstiegsrunde zur Bayernliga; es wurden Spiele, die
die Zuschauer nicht so schnell vergessen werden. Vor rund 4 000 (!)
Zuschauer in Ingolstadt wurde am 25.02.1977 der dortige ERC nach einem
dramatischen Spiel mit 2:1 geschlagen, dem zwei Tage später in der Gendorfer
Eisarena ein 6:5 Sieg folgte. Held des Tages war Miro Tesinski mit 4
Toren, Ernst Brosch und Edi Dedek markierten die restlichen Treffer.
Einen 19:0 Kantersieg (höchster Sieg in der vierjährigen Vereinsgeschichte)
feierte die Jugendmannschaft gegen den EC Pfaffenhofen, wobei Klaus
Rohracker innerhalb weniger Minuten fünf Treffer markierte. Der Aufstieg
geschafft - ein großer Erfolg! Halb Burgkirchen beteiligte sich damals
an den anschließenden Feiern, einschließlich Bürgermeister und Gemeinderat.
E. Brosch, A. Müller und A. Muggenthaler machen die
Prüfung zu Übungsleitern und weitere Erfolge in der Nachwuchsarbeit
stellen sich ein. Die Jugendmannschaft wird Vizemeister (21:7 Punkte,
97:40 Tore) hinter dem Deggendorfer EC in der Sonderklasse, die Knaben
belegen den vorletzten Platz in der Klasse A von sechs beteiligten Teams
in der höchsten bayr. Spielklasse, Gewinn des Fairneß-Pokals. 180 Zuschauer
pro Spiel, 78 Mitglieder und insgesamt 53 Spiele kamen zur Austragung.
Unter der letzten Amtsführung von Christoph Heinze wurde
in der Bayernliga von den Senioren nach hartem Sommertraining ein 11.
oder 12. Platz erreicht, ein Platz der niemals richtig geklärt wurde.
Gendorf hatte in 22 Punktespielen (84:148 Tore, 10:34 Punkte) gegen
Traditionsmannschaften wie Schliersee, Gaißach, Bad Reichenhall und
Ingolstadt keine Chancen und blieb nach sportlichem Abstieg (Entscheidungsspiel
gegen den EV Berchtesgaden 1:4 Niederlage) doch noch der Bayernliga
erhalten, da die Bundesliga aufgestockt wurde und alle Mannschaften
zwei Plätze nach vorn rückten. In 14 Punktspielen gab es für die Jugend
in der Klasse II einen 4. Platz in der zweithöchsten bayr. Spielklasse
(16:12 Punkte, 76:70 Tore - 8 Siege und 6 Niederlagen, wobei K. Rohracker
50 Tore erzielen konnte). Auch zwei Freundschaftsspiele konnten mit
zwei Siegen (39:3 Tore) abgeschlossen werden - eine tolle Saison für
unseren Nachwuchs, der dem TSV Trostberg zweimal mit 20:1 und 19:2 das
Nachsehen gab. Auch die Knabenmannschaft hielt sich recht wacker und
belegte ebenfalls Platz 4 (11:78 Tore, 6:14 Punkte) vor noch höher eingeschätzten
Teams wie Regensburg und Straubing, wobei nur Vereine der 1. und 2.
Bundesliga beteiligt waren. Auch die Zuschauerzahl wurde von 180 auf
230 pro Spiel gesteigert und bei manchen Spielen drängten sich bis zu
600 Zuschauer entlang der Bande. Verletzungen blieben nicht aus, der
Wunsch nach einer Tribüne wurde immer größer. Am 1. August 1977 erfolgt
dann die Auftragserteilung zur Planung der Stadionüberdachung an Dipl.
Ing. Eimannsberger, Baubeginn war endlich am 2. April 1978.
Bei der vorgezogenen Jahreshauptversammlung am 30. März
1978 stellt sich Christoph Heinze aus beruflichen Gründen nicht mehr
zur Wahl, was allseits sehr bedauert wurde. Hans Bierschneider heißt
der neue Mann an Gendorfs Spitze der Abteilung Eishockey und auch in
den anderen Ressorts gibt es personelle Änderungen: Ulrich Decker -
verantwortlich für die Finanzen (105 Mitglieder). Am 15. April 1978
wird die Eishockeyabteilung endlich eine eigene Abteilung des SV Gendorf.
1978 ist ein Jahr mit einem weiteren neuen Abschnitt in der noch jungen
Eishockeygeschichte. Nach sieben Jahren bekommt das Eisstadion endlich
ein Dach und Tribünen, ein Eissportzentrum in Burgkirchen, um welches
uns viele beneiden.
Am 18. November 1978 erfolgt die Eröffnung der neuen
Saison "unter Dach" - 910 Stehplätze stehen nun witterungsgeschützt
zur Verfügung und die gelungene Halle bietet 3 600 Besuchern Platz bei
großen Verantstaltungen. Jetzt konnte und wollte man attraktives Eishockey
bieten, dementsprechend wurde ein neuer Trainer (Wolfgang Kern) engagiert
und man verpflichtete zwei 22jährige kanadische Spieler (Calvin McInes
/ David Bespalco). Hatte man anfangs wegen der Baumaßnahmen noch Trainingsschwierigkeiten
- verbunden mit Fahrten nach Landshut und Waldkraiburg - so legten sich
diese mit Kosten verbundenen Unannehmlichkeiten bald und man war froh
um die neue Halle.
Die Senioren schloßen mit einem 8. Platz in der Bayernliga
ab (22 Spiele - 100:151 Tore bei 17:27 Punkten und 7 Siegen, 3 Remis,
12 Niederlagen) und schafften den Klassenerhalt. Knaben und Schüler
belegten jeweils die vorletzten Tabellenplätze ihrer Klasse, da das
Problem von nicht zur Verfügung stehenden Trainern im Raum stand. Einen
vierten Platz gab es für den Nachwuchs bei einem Schülerturnier in Moosburg.
Bei den Senioren erwies sich D. Bespalco mit 32 Toren vor McInes und
Kapitän E. Brosch als bester Torschütze. Miro Tesinski wurde Strafbankkönig
und alle 22 Spiele absolvierten nur Maxlmoser und McInes. Am 28.02.1979
wurde der 300 000. Besucher erwartet und Erich Seifert legt sein Amt
aus privaten Gründen am 01.05.1979 nieder.
Aktivitäten im Sommer wie Disco, Volks- und Bürgerfest
und ein Sommernachtsball zeugen von der Nutzung der neuen Eisarena.
Am 20. September war die nächste Jahreshauptversammlung und am 28. September
1979 erfolgte die offizielle Einweihung der Eissporthalle (Keltenhalle).
Der SV Gendorf spielt (verstärkt) gegen den Deggendorfer EC (2. Bundesliga)
und kassiert eine 1:8 Niederlage; im November folgt die Fertigstellung
der Außenanlagen.
Nachdem gleich vier Spielerabgänge zu beklagen waren
(McInes, Bespalco, Tesinski und Dedek), mußte man handeln. Unter der
Regie von Wolfgang Kern wurden zwei erfahrene Spieler neu verpflichtet
(Parzinger und Rauchenzahner). Und von Tom Griffiths hatte man auch
eine Verstärkung erwartet, doch er erfüllte die in ihn gesetzten Hoffnungen
nicht. Ein 8. Platz in der Bayernliga war die Ausbeute, in 22 Punktspielen
gab es 71:92 Tore und 16:28 Punkte (7 Siege, 2 Remis, 13 Niederlagen)
vor im Schnitt 199 Besuchern. Die Torschützenliste, sowie die Strafenliste
führt E. Brosch an. Bemerkenswert ist noch die Tatsache, daß unsere
Cracks keine einzige zweistellige Niederlage bzw. keinen einzigen zweistelligen
Sieg bekamen. Alle 22 Spiele machten Seidl, Rauchenzahner, Roth, Maxlmoser
und Heidrich mit.
Im Nachwuchsbereich gab es eine kombinierte Schüler-
und Jugendmannschaft unter Trainer A. Muggenthaler, wobei gute Arbeit
geleistet und hinter Dorfen der Vizemeistertitel errungen wurde. Eine
Leistung, die sich sehen lassen kann. Bei der Teilnahme am Inn-Chiemgaupokal
gelang ein 5. Platz. Die Eishockeyabteilung zählt inzwischen 120 Mitglieder.
Eine äußerst erfolgreiche Saison mit einem 2. Platz
in der Bayernliga hinter dem SC Reichersbeuern: 22 Spiele brachten 30:14
Punkte - 123:69 Tore (14 Siege, 2 Remis, 6 Niederlagen) bei den Senioren,
die ein neuer Trainer (Rödlingshöfer) unter seine Fittiche nahm. Der
Aufstieg in die Regionalliga wurde geschafft! Möglich wurde dies durch
zwei Neuverpflichtungen aus Kanada (Dumaine und Halvorsen), die großen
Anteil am Erfolg hatten. Als achtbester Torschütze der Bayernliga (33
Tore) wird Dumaine geführt,und als Strafbankkönig trat Halvorsen (60)
vor Jilg (43) und Tscherkes (42) heraus. 3 619 Zuschauer sahen die Heimspiele
- Schnitt: 329, als Vergleich der ERV Schweinfurt mit 14 155 / 1 287
Zuschauern.
Große Probleme gab es bei der Suche nach Sponsoren bzw.
Geldgebern, ohne die eine Saison nicht finanzierbar ist. Da man keine
Werbeträger fand, war man gezwungen, keine ausländischen Spieler mehr
zu verpflichten, da Ablösesummen und Leihgebüren zu hoch seien.
Unter dem neuen Trainer G. Körber weht in der Regionalliga
ein ganz anderer Wind als in der Bayernliga. Stärkere Gegner warten
auf Gendorfs Team, man will aber nicht der Prügelknabe werden. Am 1.
Dezember stoßen mit den beiden Salzburgern Dr. Pfeiffer und Kratochvil
zwei neue Spieler zum Kader, ebenso wie Vitus Mitterfellner vom SB Rosenheim.
Dies reichte aber trotzdem nicht, um ein gutes Resultat zu bringen.
Nur der 9. Platz sprang heraus, wobei 26 Spiele in einer erstmals ausgetragenen
Dreier-Runde bestritten wurden. In der Normalrunde Platz 10 (48:138
Tore, 6:30 Punkte) nach 18 Spielen und in der Abstiegsrunde Platz 2
(56:54 Tore, 8:8 Punkte) brachten den 9. und vorletzten Tabellenplatz.
6 Siege, 2 Remis und 18 Niederlagen ergaben insgesamt 104:192 Tore,
14:38 Punkte, wobei das torreichste Spiel mit 24:0 gegen Meister EV
Regensburg verloren ging. Torschützenkönig wurde V. Mitterfellner mit
33 Toren und 11 Beilagen von Dr. Pfeiffer. Am Schluß gab es noch Aufstellungsprobleme,
da einige Spieler zur Bundeswehr einrückten und teilweise nicht zur
Verfügung standten (Jilg, Roth und Czernin).
Die Schüler machten 9 Spiele (5:11 Punkte, 27:57 Tore)
und erreichten in der Klasse III einen 5. Platz, obwohl sie anfangs
keinen Trainer hatten. Die Jugend bildete mit 5 Trostberger und 4 Waldkraiburger
Spielern eine Spielgemeinschaft unter Trainer Parzinger in der Klasse
III-Gruppe C, über deren Ausgang nichts bekannt wurde.
Der Rücktritt des Vorsitzenden Hans Bierschneider (aus
beruflichen Gründen) und seines Stellvertreters Albert Leiser (Umzug
nach Augsburg) machten eine vorgezogene Jahreshauptversammlung notwendig,
wo am 11. Februar 1982 dann 45 Wahlbeteiligte zur Neuwahl schritten,
um einen neuen Abteilungsleiter zu wählen. Wie sich herausstellen sollte
ein Glücksfall für den Gendorfer Eishockeysport, als Friedrich Beaujean
"genannt Fritz" zum 1. Vorsitzenden gewählt wurde und ab Februar der
Abteilung vorstand. Ein Mann, der für den Eishockeysport lebt, mit Leib
und Seele bei der Sache ist, ein "Mädchen für alles" darstellt, sich
dank einer mitfühlenden Gattin, die sich selbst im Verein engagiert,
für seinen Sport aufopfert - ein tolles Gespann und ein Volltreffer
für die Eishockeyabteilung.
Wie im Vorjahr unter Trainer G. Körber ein 9. Platz
in der Regionalliga, wo in 22 Begegnungen bei einer Trefferquote von
101:144 Toren 16:28 Punkte geholt wurden (8 Siege, 14 Niederlagen, wobei
K. Rohracker das beste Zielwasser getrunken hatte und mit 27+20=47 Punkte
die Liste vor Pszolla (46 Punkte = 23+23) und Mitterfellner (15+11=26)
anführt). Vorher wurden noch sieben Freundschafts- bzw. Aufbauspiele
absolviert, wobei es 4 Siege, 1 Remis und 2 Niederlagen (58:35 Tore)
gab. Insgesamt wurden 29 Begegnungen ausgespielt mit einem Torverhältnis
von 159:179: 12 Siege, 1 Remis und 16 Niederlagen waren die Saisonbilanz.
In der Play-Off-Runde dann nur der 9. Platz und der bittere Weg des
Abstiegs in die Bayernliga stand bevor. Alle Spiele bestritten Roth,
Kiermeier, Pszolla und Fischer. Die Junioren spielten 14 Punktspiele
(72:83 Tore, 11:17 Punkte) und errangen einen 5. Platz mit 5 Siegen,
1 Remis und 8 Niederlagen in ihrer Klasse. Der Torschützenkönig hieß
Frank Beaujean vor Deichstetter. J. Kalliwoda verbrachte vor Ulbrich
und Strohammer die meiste Zeit auf der Strafbank.
Die Schüler errangen Platz 3 in 12 Spielen, wobei 60:55
Tore bei 16:8 Punkten erzielt wurden (8 Siege, 4 Niederlagen). Der höchste
Sieg gelang im Heimspiel gegen den EHC Klostersee (8:0) und die höchste
Niederlage wurde mit 0:12 beim Deggendorfer EC kassiert.
In der Jahreshauptversammlung am 12.04.1984 in den Keltenstuben
wurden neue Posten vergeben: 1. Vorsitzender blieb F. Beaujean, Sportwart:
E. Seifert, Jugendarbeit: W. Menzel und Finanzen: G. Maier. Der Gesamtverein
zählt zu diesem Zeitpunkt 2 370 Mitglieder, davon sind 108 im Eishockeyclub.
Vier Mannschaften stellen sich der Herausforderung um Sieg und Punkte
in der Saison 83/84.
Senioren: Sie spielten auch diese Saison in der Regionalliga-Süd,
absolvierten 18 Spiele, erreichten 5 Siege, 1 Remis und 11 Niederlagen
bei 91:133 Toren und 11:25 Punkten (1. ESV Buchloe vor EV Pegnitz).
Torschützenkönig: K. Rohracker vor Pszolla und Schnabl. Strafenkönig:
Viereckl vor Kiermaier und Pszolla. In der Aufstiegsrunde war man mit
dem 9. Platz fehl am Platz, die Abstiegsrunde wurde von anderen Vereinen
bestimmt und so blieb nur der 5. Platz nach acht Spielen (35:68 Tore,
1:15 Punkte), der Abstieg in die Bayernliga! Oder sollte es wieder anders
kommen?
Die Jugend machte es hier viel besser! In dem 7 Mannschaften
umfassenden Feld wurden 12 Spiele ausgetragen, 182:90 Tore erzielt und
man blieb mit 24:0 Punkten ungeschlagen. Ein wahrlich stolzer Erfolg
und dies noch vor Vilshofen und Dingolfing. Am treffsichersten erwies
sich dabei J. Kalliwoda mit 70 Toren + 21 Beilagen. Damit konnten sie
an der Aufstiegsrunde zur Klasse II teilnehmen und errangen dort den
3. Platz hinter Klostersee und Kempten, aber noch vor Bayreuth (6 Spiele,
25:40 Tore, 6:6 Punkte). Eine Bronzemedaille der bayrisch. Meisterschaft
war die bisherige Krönung für die Jugend. Insgesamt schoß man 233 Tore
und kassierte 70 Gegentore.
Kalliwoda erzielte insgesamt 87 Saisontore; ein großes
Talent stellt sich vor.
Knaben: Wurden nach Neubeginn nicht gemeldet, wurden
nur in drei Freundschaftsspielen (2 Siege, 1 Niederlage) geprüft, wobei
Inzell geschlagen wurde (7:2 und 6:2) und man eine 18:2 Niederlage gegen
Dorfen kassierte. Heinz Schnabl war auch in dieser Saison als Schiedsrichter
tätig und Wolfgang Menzel wurde besonders für 10 Jahre Schiedsrichtertätigkeit
geehrt.
Obwohl Gendorfs Seniorenmannschaft gedanklich bereits
in der Bayernliga weilte, kam es doch wieder anders. Am "grünen Tisch"
erhielt man das Startrecht vom BEV, auch weiterhin in der Regionalliga
zu spielen. Möglich machte dies der Oberliga-Aufsteiger ESV Buchloe,
der sich finanziell übernommen hatte und in die Landesliga zurückging.
Die Regionalliga wurde neu gestaltet und mit Vereinen aus dem niederbayr.
Raum bestückt. Wenzel Staral hieß der neue Coach, der 1981 aus der CSSR
nach Waldkraiburg kam (Nachwuchsarbeit). Ausgeschieden waren aus dem
Kader Pszolla, Kiermeier, Braml, Ulbrich und Trainer Körber. Neugzugänge
waren Kalliwoda und Lichtenegger aus dem Juniorenteam des SV Gendorf,
sowie nach einer Pause Seidl und Tscherkes (Bundeswehr). Mit dieser
jüngsten Seniorenmannschaft spielte man in der Regionalliga-Süd und
nach einer schwachen Saison war der Abstieg vorprogrammiert. Nach nur
drei Siegen und 17 Niederlagen aus der Vorrunde war nur der 11. Platz
drin (78:170 Tore, 8:36 Punkte). In der Abstiegsrunde wurde es auch
nicht besser und nur der vorletzte Platz erspielt - der Abstieg in die
Bayernliga war endgültig. K. Rohracker (45) war vor Schnabl (16) und
F. Beaujean (12) der beste Schütze. Strafbankkönig war Viereckl vor
Zerwesz und Czernin J. 36 Spiele bestritten nur A. Roth und M. Schnabl.
7 Siege, 4 Remis, 25 Niederlagen bei 168:266 Tore waren die Gesamtbilanz
(Klaus Rohracker erzielte das 100. Saison- und Edgar Zerwesz das 100.
Punktspieltor).
Besser machten es wiederum die Junioren: Sie verbuchten
bei 5 Siegen, 1 Remis und nur zwei Niederlagen einen guten 2. Platz
hinter dem VfL Waldkraiburg (62:31 Tore, 11:5 Punkte). Leider qualifizierte
man sich selbst ab; durch Undiszipliniertheiten wurden sie nicht für
die Aufstiegsrunde gemeldet.
Aus dem Nichts entstand eine Knabenmannschaft, die 12
Punktspiele machte und bei nur einem Sieg und 11 Niederlagen (28:134
Tore, 2:22 Punkte) einen 7. Platz erreichte . Beste Schützen Brosch
vor Hieringer und Rau. Einen traurigen Höhepunkt erreicht die Saison
mit dem Ableben von Norbert Bartsch, der am 3. Dezember 1984 einem Krebsleiden
erliegt. Er war Sponsor und Besitzer des Gasthofes Bartsch in Margarethenberg
und stellte seine Räumlichkeiten den Eishockeyfreunden zur Verfügung;
er tat viel für den Eishockeysport.
Nach dem endgültigen Abstieg in die Bayernliga mußte
ein neuer Anfang gemacht werden. Wenzel Staral sagte seine Trainertätigkeit
zwar zu, sprang dann aber ab; es mußte schnell gehandelt werden. Man
wurde auch fündig - Peter Rohatsch, der vorher als Spielertrainer beim
TSV Trostberg tätig war, übernahm das Training. Viele Abgänge mußte
man verkraften - M. Straub, W. Viereckl, K. Rohracker, Zerwesz und F.
Beaujean, der nach Regensburg zum Studium ging. Außerdem verlor die
Abteilung im Juli 1985 Josef Strohammer, der nach einem Verkehrsunfall
den Verletzungen erlegen ist, ein herber Verlust!
Eine harte Saison stand also bevor und dies dokumentiert
sich in dem erreichten 10. Platz. In 22 Spielen resultierten nur 3 Siege,
4 Remis und 15 Niederlagen bei 66:120 Toren und 10:34 Punkten. In der
Abstiegsrunde fehlte neben Selbstvertrauen auch das notwendige Glück,
denn nach einer 1:4 Niederlage nach mäßiger Leistung gegen den ESC Vilshofen
war man noch tiefer abgerutscht und in die Landesliga abgestiegen. Ein
tiefer Fall nach Jahren in der Regionalliga, wenn man auch die jüngste
und fairste Mannschaft vorweisen konnte. Das 100. Saisontor gelang A.
Roth und Kapitän J. Czernin wurde für sein 200. Spiel geehrt. Zuschauerschnitt:
155, die 5 Siege, 5 Remis und 20 Niederlagen teilweise miterlebten (104:158
Tore, 15:45 Punkte).
Junioren: Sie waren zur Klasse III gemeldet, Trainer
J. P. Seidl gab alles, trotzdem wurde die Mannschaft aus disziplinarischen
Gründen nach zwei Spielen aus dem Wettbewerb genommen. Ein 14-Mann-Kader
war zu wenig, zumal durch einen Verkehrsunfall Chr. Erhard auch noch
ausfiel. Einige Spieler halfen dann später bei den Senioren aus, wenn
verletzungsbedingt Spieler ausfielen.
Schüler: Unter dem Trainergespann Brosch und Stranner
wurde ein 5. Tabellenplatz erarbeitet. In 10 Spielen wurden 43:121 Tore
bei 4:16 Punkten erzielt. Nur zwei Siege gegen Erding waren die ganze
Ausbeute; bester Torschütze Hieringer vor Brosch und Rau. Auch die "Eisbären",
bestehend aus 17 Mitgliedern (ehemalige Spieler) machten 16 Spiele (11
Siege, 1 Remis, 4 Niederlagen), wobei die meisten Treffer E. Brosch
markierte. Erstmals Gründung eines "Bambini"-Kindergartens durch J.
P. Seidl und J. Stodulka, die für den jüngsten Nachwuchs sorgen.
Am 1. Juli begann P. Rohatsch mit dem Sommertraining,
am 5. Oktober startete die Saison mit Freundschaftsspielen. Doch vorher
hatte man Konrad Buchner (25), Tormann der Seniorenmannschaft, am 28.
September 1986 zu Grabe getragen, der nach einem Verkehrsunfall verstorben
war. Er hinterließ eine große Lücke innerhalb der Eishockeyabteilung,
ein ehrendes Andenken ist ihm, sowie den vor ihm gegangenen Norbert
Bartsch und Josef Strohammer gewiß.
Frank Beaujean kehrte aus Regensburg zurück, dafür erklärt
J. Czernin seinen Rücktritt. Mitte Dezember stieß K. Rohracker von Hedos
München wieder zu seinem Stammverein - eine echte Verstärkung. Die zweite
Saison nur mit Eigengewächsen konnte beginnen. Aber nicht in der Landesliga,
in die sportlich abgestiegen wurde, sondern wieder in der Bayernliga.
Dies wurde möglich durch eine Neugliederung der Spielklassen wegen Konkursen
einiger Vereine (u. a. Waldkraiburg), die von vorne beginnen mußten.
In 18 Punktspielen mißt man die Kräfte mit Gleichgesinnten und ein nicht
erwarteter 3. Tabellenplatz (Bronzemedaille) unter Kapitän M. Schnabl
sprang heraus (12 Siege, 1 Remis, 5 Niederlagen bei 114:73 Tore und
25:11 Punkten). Man bewieß enorme Heimstärke (nur Aufsteiger und Bayernligameister
EV Pegnitz gelang ein knapper Sieg); keine Zittersaison, sondern die
Aufstiegsrunde wurde erreicht. In 10 Begegnungen wurde zwar kein Aufstiegsplatz
erreicht, denn 3 Siege, 1 Remis und 6 Niederlagen reichten nur zum 5.
Platz der Gruppe. Trotzdem eine gute Leistung ohne sogenannte "Ausländer"
- Absteiger übrigens der ERC Regen. Torschützenbester wurde Frank Beaujean
(20+17) vor Michael Schnabl (23+13). Gesamtbilanz: 34 Spiele - 19 Siege,
2 Remis, 13 Niederlagen bei 197:153 Toren und 40:28 Punkten.
Die Jahreshauptversammlung (Wahl: Jugendleiter Hohenstein
Helmut) am 08.05.1987 brachte finanziellen Erfolg, 144 Mitglieder sind
inzwischen gemeldet, 286 Zuschauer im Schnitt. Der 1 500. Treffer wurde
von M. Schnabl erzielt und M. Heidrich für 200 Spiel geehrt. Schiedsrichter
H. Schnabl pfiff rund 60 Spiele bis hin zur 2. Bundesliga. Kleinschüler-Neugründung
mit 15 Buben - Betreuer Bötsch Alfons. Schüler Klasse III-Gruppe C:
Die Schüler errangen ihren wohl größten Erfolg: Schülermeister unter
dem Trainergespann Brosch und Stranner und nach einer Aufstiegsrunde
den 2. Platz hinter dem ungeschlagenen Meister ERSC Amberg (in 12 Spielen
gab es 10 Siege, 1 Remis und nur 1 Niederlage; 100:41 Tore, 21:3 Punkte).
Der Aufstieg in die Schülerklasse II ist perfekt. Nur schade, daß man
die nächste Saison aus Altersgründen wieder von vorne beginnen muß,
denn man ließ so renomierte Vereine wie Hedos München und Bad Wörishofen
hinter sich. Der 2. Platz der bayr. Schülermeisterschaft (Silbermedaille)
war der Lohn für harte Arbeit. Kurzum - eine recht erfolgreiche Saison
für Gendorfs Eishokkey, ein Aufschwung unverkennbar.
Die nur aus eigenen Reihen stammende Seniorenmannschaft
schnitt diese beschriebene Saison nicht ganz so gut ab, dafür waren
die Gegner viel zu stark, wie z. B. der VfL Waldkraiburg (blieb mit
44:0 Punkten ungeschlagen bei 298:59 Toren) und der Kulmbacher EC (40:4
Punkte, 195:85 Tore), die viel investierten, um unbedingt und mit aller
Macht aufzusteigen - dies gelang dann auch. Nach der Renovierung der
Kabinen und der Anbringung eines Schutznetzes rund um die Bande ging's
nach einigen Freundschaftsspielen in die harte Punktejagd unter Trainer
P. Rohatsch (jetzt Inhaber des A-Scheines). In den zum Teil recht aufregenden
22 Spielen der Normalrunde erkämpfte sich Gendorf den erhofften 6. Tabellenplatz
und die Qualifikation zur Aufstiegsrunde. 10 Siege, 1 Remis und 11 Niederlagen
- 101:123 Tore, 21:23 Punkte waren die Ausbeute, nur vier Punkte fehlten
am Schluß zum Aufstieg, der durchaus möglich war. Rekordbesuch beim
Heimspiel gegen Bayernligameister VfL Waldkraiburg mit rund 900 Zuschauern,
dies brachte Platz zwei der Zuschauergunst in der Bayernliga (Schnitt:
363 pro Spiel). Klaus Rohracker (24+13) vor Frank Beaujean (16+17) waren
am treffsichersten. M. Schnabl erzielte den 100. Treffer und wird neben
K. Leuschner, W. Jilg, K. Rohracker, A. Fischer für 200 Spiele geehrt.
A. Roth erreicht sogar die 300er-Grenze - ein schöner Erfolg. Höhepunkte
setzten die Treffen gegen den späteren Bayernligameister und Nachbarrivalen
VfL Waldkraiburg und das Aufstiegsspiel gegen Vizemeister Kulmbacher
EC, den man endlich nach großem Kampf mit 4:3 besiegen konnte. 156 Mitglieder
zählt die Eishockeyabteilung inzwischen und man peilt die Grenze 200
an. 36 Saisonspiele wurden mit einem Torverhältnis von 173:210 und 31:41
Punkten absolviert; Zuschauerschnitt: 363.
Die Jugend erreicht einen vierten Platz nach 10 Auseinandersetzungen
(2 Siege, 1 Remis, 7 Niederlagen - 31:79 Tore, 5:15 Punkte), und die
neu formierte Kleinschülermannschaft war nur angetreten, um zu lernen.
Sie blieben sieglos bei 5:204 Toren und 0:20 Punkten. Sie war aber in
ihrer Klasse die fairste Mannschaft und bald sollten sich auch die erste
Siege einstellen. Sogar in die Schlagzeilen der Presse gerieten sie
nach einer 0:60 Niederlage gegen den Deggendorfer EC, der mit einem
eingespielten und weitaus erfahreneren Team dieses Spiel bestritt und
altersmäßig weit voraus war. Am Schluß noch zu den "Eisbären", die auch
heute noch sehr aktiv sind und zeigen, daß man sich durch Sport fit
halten kann, die Freundschaft und Kameradschaft pflegt und gleichzeitig
was für die Gesundheit tut. Eine nachahmenswerte Sache ...
In diesem Jahr wurde auch ein Fanclub gegründet - für
Anfeuerung ist also gesorgt ...
Erstmals bringt der Fanclub "Puckjager" eine Stadionzeitschrift
heraus, die großen Anklang findet, wobei auch ein Spieltipp abgegeben
werden kann. Die Hälfte des Erlöses kommt dabei dem Nachwuchs zugute,
eine gute Sache! In einem Testspiel gastierten die Canadian Ambassadors
Winnipeg in der Keltenhalle und besiegten unser Team knapp mit 6:7 Toren.
Dem folgten weitere Aufbauspiele gegen den Lokalrivalen TSV Trostberg
(7:1 Sieg) sowie ein 8:0 Sieg beim EHC Bad Aibling. Gegen den Regionalligisten
DEC Inzell folgte ein 8:5 Sieg und eine 9:4 Niederlage in Inzell, während
der EHC Bad Aibling im letzten Testspiel ein 5:5 Remis erreichte. Der
Weltklassetorhüter Karl Friesen kam zu einem Training mit den Kleinschülern
und beschäftigte diese mit einem Penaltyschießen, wobei einige dem Nationaltorhüter
den Puck hinter die Linie bugsierten. Den Saisonhöhepunkt bildete aber
das Freundschaftsspiel gegen den Bundesligisten Eintracht Frankfurt
mit Trainer Vladimir Dzurilla und etlichen Klassespielern, wobei der
Erlös der Jugendabteilung gehörte. Mit 16:2 siegten die Gäste standesgemäß,
dennoch zog sich unser Team achtbar aus der Affäre. Die Gendorfer Treffer
erzielten Klaus Rohracker und Heinrich Lichtenegger vor über 800 Zuschauern.
In der Punkterunde lief es ausgezeichnet: 3. Platz nach 20 Spielen bei
103:94 Toren und 27:13 Punkten und damit das Erreichen der Aufstiegsrunde
zur Regionalliga. Dort wurde die Mannschaft vom Verletzungspech gehörig
gebeutelt und so wurden alle Spiele verloren. Im letzten Spiel wurde
Andy Roth vor Klaus Rohracker und Torhüter Christian Hausruckinger als
bester Spieler der Saison mit einem Pokal geehrt. Letztlich standen
nach 10 Begegnungen 20:73 Tore und 0:20 Punkte zu Buche. Zuschauerschnitt:
428, Mitgliederzahl: 162. Insgesamt wurden 37 Spiele absolviert (162:209
Tore - 15 Siege, 4 Remis und 18 Niederlagen); Rekordzuschauerzahl beim
7:1 Heimsieg gegen ERC Selb.
Die Jugendmannschaft erreichte das gesteckte Ziel mit
Platz 2 nicht, belegte den 4. Platz nach 12 Spielen (7 Siege, 5 Niederlagen
bei 14:10 Punkten und 55:33 Toren). Die Kleinschüler hatten gegen wesentlich
stärkere Teams keine Siegchance, waren aber trotzdem mit Begeisterung
bei der Sache und bildeten mit dem TSV Trostberg eine Spielgemeinschaft.
4 280 Zuschauer sahen die Punkteheimspiele der 1. Mannschaft (Schnitt:
428), während die Aufstiegsspiele nur 1 176 Zuschauer (Schnitt: 235)
sahen.
Mit Klaus Rohracker, Wolfgang Jilg und Klaus Leuschner
beendeten drei Leistungsträger ihre Laufbahn bei der Eishockeyabteilung;
Harald Brosch und Christian Hieringer sowie Bernhard Schweiger stiegen
in die 1. Mannschaft auf. Die Bayernliga spielte erstmals in zwei Gruppen
mit je 10 Teams. 4 Testspiele standen auf dem Programm: 1:11 Heimniederlage
gegen den höherklassigen EHC Waldkraiburg mit dem Ex-Nationalspieler
Peter Scharf und den drei Kanadiern Waren, Scott und Lori, die allein
neun Treffer beisteuerten, den Gendorfer Ehrentreffer markierte Michael
Schnabl. Dem folgte ein 8:2 Sieg gegen den TSV Trostberg und ein 4:3
Erfolg gegen den ESC Vilsholfen. Beim EHC Waldkraiburg (Regionalliga)
schloß die Rohatschtruppe die Testserie mit einer 5:13 Niederlage ab,
wobei acht Akteure nicht zur Verfügung standen. Im dritten Saisonspiel
gelang nach zwei Niederlagen gegen ERSC Amberg (13:4) und dem EV Weiden
(8:2) endlich der erste Sieg mit 8:7 gegen den EC Schwaig, wobei Klaus
Rohracker wieder ins Team zurückkehrte, später nach Kontroversen endgültig
abtrat. Dafür kam Sven Ludwig als Neuzugang vom EHC Waldkraiburg. Katz
und Maus spielte der Erstligist Eintr. Frankfurt im zweiten Freundschaftsspiel
mit Jiri Lala gegen den SVG und gewann diese Partie mit 16:1 (Ehrentreffer
durch Edi Bärtig!), und dies sollte der letzte Einsatz von Heinrich
Lichten- egger sein, der am 19. Januar 1990 im Alter von 22 Jahren unfaßbar
für alle verschied. Ein herber Schlag für alle, die ihn als Menschen
und Sportkameraden kannten. In der Abschlußtabelle wurde Platz 6 mit
75:79 Toren und 18:18 Punkten erzielt. In der Abstiegsrunde lag das
Team nach 10 Spielen (5 Siege, 1 Remis, 4 Niederlagen) mit 54:40 Toren
und 11:9 Punkten auf Rang zwei hinter dem EV Pegnitz. Zuschauerschnitt
in der Punkterunde: 361, in der Abstiegsrunde 266 je Heimspiel. Das
50. Saisontor erzielte Stefan Altmannshofer, Sven Ludwig das 50. Punktspieltor,
Axel Fischer das 100. Saison- und Frank Beaujean das 100. Punktspieltor.
Die Torschützenliste führt Frank Beaujean (29 Tore + 24 Ass. = 53 Punkte)
vor Michael Schnabl (17+35=52) und Axel Fischer (25+17=42) an. Die Abteilung
zählt nun 162 Mitglieder.
Die Kleinschülermannschaft belegte von acht Teams den
letzten Platz mit 16:98 Toren und 2:26 Punkten nach 14 Spielen und blieb
somit sieglos (zwei Unentschieden gegen EV Regensburg mit 5:5 und 1:1
gegen den EHC Straubing). In einem Freundschaftsspiel unterlagen sie
beim Nachwuchs vom SB Rosenheim mit 25:0. Bester Torschütze war Rainer
Gnyp mit 5 Toren vor Gerald Straubhaar mit 4 Treffern. Die Juniorenmannschaft
kam in der D-Klasse auf den 5. Platz mit 4:16 Punkten und 33:82 Toren.
Harald Brosch führt hier mit 11 Punkten die Scorerwertung an. Aus personellen
Schwierigkeiten wird die Juniorenmannschaft für die nächste Saison nicht
mehr gemeldet, dafür ist eine Mädchenmannschaft im Gespräch. Bei der
Jahreshauptversammlung wurde Fritz Beaujean wieder zum 1. Vorsitzenden
gewählt, Wolfgang Menzel als Stellvertreter, der auch die Finanzen übernahm.
Den Nachwuchs betreut Helmut Hohenstein und Schriftführer wurde Andreas
Kränzle.
Mit vier Neuverpflichtungen ging es in diese Saison,
gleich vier Stürmer konnten an Land gezogen werden. Zwei Juniorenspieler
mit Enrico Kock und Sven Schkade (19) vom 25fachen DDR-Meister und jetzigen
Bundesligisten PEV Weißwasser, die auf Leihbasis bis zum 31. Dezember
spielten, wobei letzterer bis heute in Gendorf heimisch geworden ist,
während Kock als exzellenter Torjäger nicht längerfristig gehalten werden
konnte. Dazu kamen mit Michael Steckler (USA, New York, 24) und dem
Kanadier Gordie Garland (22) hochkarätige Neuverpflichtungen, was sich
später als wahrer Glücksfall entpuppte. Mit dem späteren Zuschauerkrösus
ETC Crimmitschau (Zuschauerschnitt 2 600) wurde ein neuer Verein aus
der ehemaligen DDR in die Bayernliga integriert. Mit großen Erwartungen
ging es in diese Saison, letztlich sprang ein 3. Platz nach 18 Spielen
heraus. Erzielte Tore: 122:72, 23:13 Punkte bei 11 Siegen, einem Remis
sowie 6 Niederlagen war die erfreuliche Bilanz, wobei sich Michael Steckler
auf Platz 7 (29 Tore + 27 Assists = 56 Punkte), Gordie Garland (22+22=44
Scorerpunkte) auf Rang 9 und Enrico Kock (16+23=39) auf Rang 12 in der
Bayernliga Gruppe B plazieren konnten. Um Platz 5 in der Plazierungsrunde
traf die Rohatschtruppe auf den EV Fürstenfeldbruck, der im Heimspiel
mit 5:7 besiegt wurde und in der Keltenhalle mit 4:3 Punkte lassen mußte.
Zum dritten Mal kreuzte Bundesligist Eintracht Frankfurt in der Keltenhalle
auf und siegte auch diesmal mit Jiri Lala, Mark Jooris und Jaroslav
Mucha klar mit 16:3 Toren, wobei auf Seiten von Gendorf Viktor Scheerman
(Kasachstan, UdSSR) in der Verteidigung mitwirkte, leider aber nicht
mehr für den SVG spielberechtigt war; er wäre ebenfalls eine echte Verstärkung
gewesen. Die Gendorfer Treffer erzielten Michael Schnabl und 2 x Michael
Steckler. Kurz danach wurde nach der Entlassung von Trainer Ladislav
Olejnik auch die Mannschaft aus dem Wettbewerb zurückgezogen. In der
Aufstiegsrunde zur Regionalliga wurde nun gefightet, und Michael Steckler
versetzte beim 9:7 Auswärtserfolg dem EV Moosburg den Todesschuß; dem
folgte eine 1:7 Heimpleite gegen den EHC Bad Reichenhall. Letztlich
setzte sich die Mannschaft im letzten Spiel mit 4 Toren von Michael
Steckler und einem 10:4 Sieg gegen den EV Fürstenfeldbruck durch und
schaffte vor rund 900 begeisterten Zuschauern den Aufstieg in die Regionalliga
mit einem zweiten Platz (hinter dem EV Bad Wörishofen) mit 64:45 Toren
und 14:6 Punkten. Groß war die Freude bei allen Beteiligten, der Champagner
floß in Strömen und bis 5 Uhr früh wurde durchgefeiert. Dann hieß es
Abschied nehmen von Gordie Garland und Michael Steckler, die in ihre
Heimat zurückflogen. Ohne sie und E. Kock bzw. S. Schkade wäre dieser
Erfolg wohl nicht möglich gewesen, wobei erstere mit allen Ehren verabschiedet
wurden. Michael Steckler war mit 52 Treffern der erfolgreichste Torschütze
und gab 38 Vorlagen, Gordie Garland erzielte 30 Tore (38 Assists), während
Klaus Rohracker 7 Tore (12 Assists) beisteuerte. Im Entscheidungsspiel
konnte er seinen 500. Punkt für den SVG erzielen, ein großer Erfolg!
In der Zuschauergunst belegte der SVG den 4. Platz mit rund 5 404 Zuschauer
- einem Schnitt von 600 (im Gegensatz der ETC Crimmitschau mit 17 740
Zuschauer - Schnitt: 1 970).
In dieser Saison hieß es, den Platz in der Regionalliga
nach dem tollen Aufstieg zu verteidigen, wobei sich das Spielerkarusell
etwas drehte. Mit Spielmacher Gordie Garland verlor die Abteilung einen
exzellenten Spieler, doch mit Terry Campbell (22) aus Kanada, der heute
noch in Deutschland sein Geld als Profi verdient, kam guter Ersatz.
Neu in den Kader kam noch Verteidiger Peter Thalmeier (SB Rosenheim),
während sein Kollege Viktor Scheerman für SB Rosenheim freigegeben wurde.
Für Torhüter Christian Hausruckinger kam Bernhard Schweiger ins Team
und Enrico Kock spielt weiterhin beim Bundesligisten Weißwasser. Schade,
er wäre eine echte Verstärkung gewesen. Dafür kam Michael Steckler aus
den USA zurück und spielte seine zweite Saison. Der Fanclub "Puckjager"
hat Konkurrenz bekommen durch den Fanclub "Bodycheck", der die 1. Mannschaft
nicht nur stimmgewaltig, sondern auch finanziell unterstützen wird.
Verzögerungen bei den Bauarbeiten der Keltenhalle wirkten sich negativ
im Trainingsaufbau aus und damit verbunden mußten die Cracks gleich
3mal auswärts antreten. Im ersten Testspiel mußte man in Salzburg gegen
den dortigen EHC spielen und verlor mit 6:4 Toren beim Zweitdivisionär.
Beim ERC Ingolstadt (6:6) folgte ein 8:5 Sieg beim EHC Bad Reichenhall
und beim DEC "Frillensee" Inzell gewann die Mannschaft in einer hart
geführten Partie mit 7:4. Im letzten Testspiel verloren Steckler und
Co. mit 5:3 beim EV Germering. Mit 10:2 wurde der EHC Bad Reichenhall
im ersten Punktspiel vor rund 500 Zuschauern deklassiert; auf eigenem
Eis ein guter Saisonauftakt. Am 6. November gastierte der Bundesligist
SB Rosenheim (3x deutscher Meister) in der Keltenhalle als Ablösespiel
für Viktor Scheerman. Im Spiel des Jahres siegte der Favorit mit 23:5
Toren. Rund 1200 Zuschauer sahen das Torfestival und die Eishockeydemonstration.
Die Schützlinge von Dr. Jano Starsi zeigten ihr Können mit vielen Kabinettstückchen.
Allen voran Nationalkeeper Karl Friesen, Kapitän Ernst Höfner und Liebling
Dale Derkatsch, um nur einige zu nennen. Gendorfs Keeper Bernhard Schweiger
und Christian Bucheli hatten Schwerstarbeit zu leisten. Die Gendorfer
Treffer markierten Terry Campbell (2x), Michael Steckler, Klaus Rohracker
und Youngster Christian Hohenstein. Rund 700 Zuschauer kamen zum 1.
Heimspiel gegen den ESV Bayersoien, der mit 5:2 die Oberhand behielt;
gegen den ERV Schweinfurt wurde 9:5 verloren. Anschließend nahm die
Mannschaft am "Bayernpokal" teil - Gegner der EV Germering, der vor
400 Zuschauer - mit 12:4 geschlagen - das Eis in der Keltenhalle verließ.
Gendorf eine Runde weiter, doch dann kam das "Aus" gegen den Deggendorfer
EC mit einer 2:13 Heimniederlage. Anschließend wurde mit wechselnden
Erfolgen die Vorrunde absolviert, wo letztlich nach 22 Spielen 10 Siege,
1 Remis und 11 Niederlagen Rang 8 in der Tabelle brachten (123:124 Tore,
21:23 Punkte). Sensationell der knappe 7:5 Auswärtssieg beim verlustpunktfreien
Tabellenführer EHC Straubing im Spiel "David gegen Goliath". Die Aufstiegsrunde
wurde knapp verpaßt, dafür blieb unser Team in der Relegationsrunde
ungeschlagen mit 7 Siegen und 1 Remis (4:4 ESC Holzkirchen), was 15:1
Punkte und 73:35 Tore einbrachte. Der Klassenerhalt war damit locker
geschafft. Zuschauerschnitt 620 in 21 Spielen. Torschützenkönig wurde
Terry Campbell (60 Tore + 51 Assists = 111 Scorerpunkte) vor Michael
Steckler (43+48=91) und Klaus Rohracker (32+38=70). Das 2 500. Punktspieltor
erzielte Christian Gruber, während Jürgen Kalliwoda das 5 000 Tor seit
1974 erzielte, Klaus Rockacker in der 13. Saison sein 300. Tor.
Durch die Umgruppierung der 2. Liga nahm die Regionalliga
ihren Spielbetrieb mit vier aufgestockten Mannschaften auf, so daß nun
16 Teams in dieser Saison um Punkte kämpften. Für Gendorf konnte das
Ziel nur der Klassenerhalt sein. Mit einem klaren 11:2 Sieg gegen den
Bayernligisten TSV Trostberg (in Waldkraiburg) begann Gendorf diese
Saison, in der es am Schluß Abschied nehmen hieß von drei nicht mehr
wegzudenkenden Akteuren: Michael Steckler und Terry Campbell sowie Coach
Peter Rohatsch. Alle drei hatten großen Anteil am Klassenerhalt und
der dritten Saison in der Regionalliga. Im zweiten Testspiel wurde Inzell
mit Keeper Alex Harslem (!) mit 7:1 vom Eis gefegt, dann begann die
Punktspielrunde mit der Erstbegegnung gegen den Favoriten und Oberligaabsteiger
ESC Dorfen - ein 3:2 Erfolg zum Saisonauftakt ließ hoffen. Doch vier
Niederlagen in Folge brachte Gendorf ins Hintertreffen, wobei es vor
rund 3 000 Zuschauer eine 8:5 Niederlage beim Zuschauerkrösus in Crimmitschau
gab. Mit 15:2 wurde der EHC Bad Reichenhall nach einer Niederlagenserie
geschlagen, anschließend gewann der EHC Waldkraiburg im Lokalderby vor
800 Zuschauern das Duell gegen Gendorf mit 7:4, in dem Gendorf prächtig
mithielt. Nach weiteren Niederlagen erklärte Trainer Peter Rohatsch
seinen Rücktritt, den er wenig später nach Aussprache mit Mannschaft
und Vorstandschaft widerrief. Weitere Niederlagen folgten, der vorletzte
Tabellenrang war die Folge, nachdem man auch im 2. Lokalderby vor rund
1 000 Zuschauern (Saisonrekord) mit 2:6 den Kürzeren zog. 17:43 Punkte,
142:176 Tore (6 Siege, 3 Remis, 19 Niederlagen) waren letztlich die
Bilanz, bevor es in die Abstiegsrunde ging. Zuschauerschnitt: 436. Terry
Campbell erwies sich am treffsichersten und erzielte 84 Punkte (34 Tore
+ 50 Assists) vor Michael Steckler (79 Scorerpunkte = 43 Tore + 36 Assists).
In der Abstiegsrunde lief es dann wesentlich besser. Ein 3. Platz nach
14 Spielen brachte 10 Siege und 4 Niederlagen mit 90:40 Toren und 20:8
Punkten. Terry Campbell führt die Scorerpunkteliste mit 140 Punkten
(56 Tore + 84 Assists) vor Michael Steckler (131 Punkte = 77 Tore +
54 Beihilfen) an, beide werden eine große Lücke hinterlassen, wenn sie
den Verein verlassen. Michael Steckler spielte 3 Jahre für den SVG und
erzielte in 114 Spielen 185 Tore + 156 Beihilfen = 341 Punkte - Terry
Campbell spielte zwei Jahre, brachte es auf 84 Spiele und schoß dabei
115 Tore (+ 135 Beihilfen = 250 Scorerpunkte); er wechselt nun zum SC
Riessersee.
Eine total verkorkste Saison endete mit dem Abstieg
von der Regionalliga in die Bayernliga. Durch den Trainerwechsel (Dr.
Vlk - Frank Beaujean) und große personelle Probleme sowie Schwierigkeiten
mit den beiden russischen Neuverpflichtungen und berufsbedingte Ausfälle
wurden nur 13:69 Punkte erzielt (157:305 Tore). Die Abgänge von Michael
Steckler (USA-Rückkehr) und Terry Campbell sowie Verteidiger Peter Thalmeier
konnten nicht gleichwertig ersetzt werden. Nur 5 Siege und 3 Remis standen
30 Niederlagen gegenüber (ohne Alpenpokalspiele). Obwohl Sergej Tolstich
Topscorer mit 89 Punkten vor Harry Brosch wurde, konnte er wie sein
Landsmann Valerij Ssidorov nicht überzeugen. Gendorfs Rekordspieler
wurde Verteidiger Andy Roth mit 530 Einsätzen. Die Abteilungsmitgliederzahl
stieg auf 212. Nachdem Trainer Peter Rohatsch sein Amt nach 8 Jahren
Tätigkeit aufgab, verlor die Abteilung mit Gründungsmitglied Fritz Beaujean
einen weiteren Aktivposten, der nach 22 Jahren (davon 12 Jahre als Abteilungsleiter)
als "Mädchen für alles" das Zepter aus der Hand gab. Bei den Neuwahlen
wurde der Burghauser Bäckermeister Toni Bruckmeier zum Abteilungsleiter
gewählt und Helmut Hohenstein zu dessen Stellvertreter. Gründung eines
Förderkreises, der aber nicht die benötigten Gelder brachte. Die Damenmannschaft
"Pinguins" absolvierte 7 Spiele (5 Siege, 1 Unentschieden, 1 Niederlage),
dies brachte 11:3 Punkte. Die "Eisbären" spielten 14 Spiele, gewannen
13mal und kassierten nur eine Niederlage. John Dudenhöffer löste Helmut
Hohenstein als Jugendleiter ab und Heinz Schnabl wurde "Vize". Die Saison
begann mit dem Alpencup, wo der SVG ohne die beiden Russen Tolstich
und Ssidorov gegen den Oberligisten TSV Erding mit 14:0 verlor. Auch
das Spiel gegen den EHC Klostersee ging in Grafing mit 17:0 verloren,
dem folgte eine 13:3 Pleite gegen den EHC Waldkraiburg im Lokalderby.
Dann hatte man genug, die restlichen Begegnungen wurden abgesagt und
für die Gäste gewertet. Der Beginn des Abstiegs vorprogrammiert? Gleich
ein Fehlstart beim ERC Ingolstadt (1:10), dem folgten weitere Niederlagen
und nach 16:0 Minuspunkten wurde Dr. Jaroslav Vlk im beiderseitigen
Einverenhmen entlassen, Frank Beaujean übernahm das Training. Verteidiger
Andy Roth feierte seinen 500. Einsatz, ein seltenes Jubiläum, das dementsprechend
gewürdigt wurde. Es folgten drei Siege und ein 4:4 Remis im Lokalderby
beim EHC Waldkraiburg, dem eine weitere 4:6 Heimniederlage folgte. Letztlich
spielten Roth und Co. in der Plazierungsrunde um Platz 13 - 18, wobei
die Partie vor über 2 000 Zuschauer in Crimmitschau (2:5 Niederlage)
noch keiner vergessen hat. Positiv war nur der 6:5 Heimsieg gegen den
gleichen Gegner mit 3 Toren von Tolstich, ansonsten noch ein 8:8 Remis
(Königsbrunn) sowie acht Niederlagen. Bei 40:65 Toren waren die 3:17
Punkte eine Negativbilanz. Dem folgten in der Abstiegsrunde weitere
Niederlagen (Berchtesgaden 6:8, Königsbrunn 1:7, Reichenhall 9:6, EC
Stuttgart 10:5). 8 Spiele = 8 Niederlagen (0:16 Punkte und 33:65 Tore)
bedeuteten den Abstieg in die Bayernliga. Insgesamt wurden 44 Spiele
absolviert (5 Siege, 3 Remis, 36 Niederlagen bei 13:75 Punkten und 157:320
Toren). Sven Schkade war bei 41 Spielen dabei, es folgten mit 40 Einsätzen
Michael Heidrich, Sven Ludwig und Keeper Heinrich Hölzlwimmer. Verteidiger
A. Roth steht an der Spitze mit 530 Spielen vor Michael Heidrich (474)
und Axel Fischer (419). Die Torschützenliste führt Sergej Tolstich (89=47
Tore + 42 Beihilfen) vor Harry Brosch (50=27+23) und Sven Ludwig (36=17+19)
an. Einsame Spitze Klaus Rohracker mit 614 Punkten (348 Tore + 266 Assists)
vor Michael Schnabl 438 Punkte (211+227) sowie Frank Beaujean 382 (176+206).
Stürmer Valerij Ssidorov wurde vorzeitig nach persönlichen Problemen
nach Hause geschickt ...
Mit großem Optimismus ging das Team nach dem Abstieg
in die neue Saison. Ein neuer Trainer wurde mit Wes Munro gefunden,
zahlreiche Neuverpflichtungen sollten das Ziel Wiederaufstieg erreichen.
Doch diese Saison wurde zum tiefen Fall in die Landesliga. Grund: anhaltende
Verletzungen (Wadenbeinbruch von A. Roth, M. Schnabl Bänderriß, St.
Schmalz Knieprobleme, Chr. Gruber Sprungbeinbruch) sowie berufliche
Zielsetzungen einzelner Akteure brachten das Schiff zum Kentern. Nach
0:6 Punkten wurde Wes Munro entlassen, Michael Schnabl sprang als Coach
ein, doch auch er scheiterte am personellen Notstand, die Ausfälle konnten
nicht kompensiert werden. Keeper Jürgen Kutschera brachte nicht die
erwartete Leistung und Heini Hölzlwimmer stand aus familiären Gründen
nur 13 Spiele zur Verfügung. Das "Einmannteam" Alex Harslem konnte ebenfalls
trotz guter Leistung den Abstieg nicht verhindern, zumal der Neueinkauf
Ed Ljubicic - aus Kanada als Torjäger geholt - oft in der Abwehr aushelfen
mußte, ebenso wie Alex König. 18 Punktspiele wurden absolviert (5 Siege,
1 Remis und 12 Niederlagen), letztlich sprang Rang 10 bei 11:25 Punkten
und 81:139 Toren heraus. Bemerkenswert war nur der 4:1 Heimsieg beim
späteren Rangersten und Aufsteiger ESC Dorfen. In der Abstiegsrunde
gab es nur 3 Siege und 5 Niederlagen (27:43 Tore), wobei letztlich die
schmerzliche 8:3 Niederlage im letzten Spiel beim ESV Vilshofen den
Ausschlag gab; ein Remis hätte zum Klassenerhalt gereicht. Zwei Plazierungsspiele
gegen den EHC Bad Aibling (6:9 im Hinspiel, 7:0 im Heimspiel) waren
ohne Wert. Zum Saisonabschluß gab es noch einen Kräftevergleich gegen
den VTJ Pribram und einen 7:2 Sieg gegen die tschechische Juniorenmannschaft,
wo in den Reihen der Alztaler der Ex-Gendorfer Terry Campbell mitwirkte.
Torschützenkönig wurde Sven Schkade (41 Punkte = 17 Tore + 24 Assists)
vor Ed Ljubicic (40=21+19) und Harry Brosch (38=22+16). 31 Spiele absolvierten
H. Brosch, A. Fischer und St. Velkoski, wobei die meisten insgesamt
A. Roth (541) vor Michael Heidrich (494) und Axel Fischer mit 450 bestritt.
Die Strafzeitenliste führt E. Ljubicic (128) vor H. Brosch (121) und
Sven Ludwig (105) an.
Am 1. September legt Abteilungsleiter Toni Bruckmeier
aus beruflichen Gründen sein Amt nieder, bis zu den Neuwahlen übernimmt
Helmut Hohenstein kommissarisch dieses Amt. Ein neuer Spielertrainer
wird mit Milan Razym verpflichtet, der als Torjäger einen guten Namen
hat. Eine schwere Saison steht vor der Tür in der Landesliga, in der
sich nun die Mannschaft nach den Hiobsbotschaften der letzten Saison
gefangen hat. Drei Vorbereitungsspiele konnten siegreich beendet werden,
wobei die höherklassigen ESC Vilshofen (8:2) und Lokalrivale TSV Trostberg
(12:6) geschlagen wurden, ebenso wie der jetzige Bayernligist ESC München
(13:5). In der Punkterunde lief es dann ausgezeichnet, wo unser Team
in eigener Halle eine Macht darstellte, was der 22:2 Sieg gegen Schliersee
sowie der Sieg gegen EC Schwaig 12:2 und MTV Diessen 10:0 dokumentierten.
Nur der ESV Bayersoien entführte beim 5:5 einen Punkt, wobei Sven Schkade
4 Sekunden vor dem Ende der Ausgleich gelang. Die 1. Heimniederlage
kassierten Razym & Co. gegen den MTV Diessen mit 2:6 am 04.02.96. Michael
Heidrich wurde für 500 und Christian Gruber für 300 Spiele geehrt; Gendorfs
Eigengewächs Florian Harlander feierte sein Debüt in der ersten Mannschaft.
Petr Zachar erzielte beim 12:2 Kantersieg gegen Schwaig 6 Tore. Letztlich
sprang Rang 2 mit 21:7 Punkten und 105:54 Toren heraus - Gendorf mit
den meisten Treffern und wenigsten Gegentoren - punktgleich mit ESV
Bayersoien, der aber im direkten Vergleich die Nase vorn hatte. In der
Aufstiegsrunde dann aber der Einbruch, nur einem Heim- bzw. Auswärtssieg
standen 4 Niederlagen gegenüber (35:48 Tore, 4:8 Punkte), die Aufstiegsrunde
war somit nicht erreicht. Besonders schmerzlich war die 7:15 Heimniederlage
gegen ESV Bayersoien, dem in vier Spielen drei Siege und ein Remis gelangen.
In einem Freundschaftsspiel standen sich der SVG und die Oldies "Star
Bulls" aus Rosenheim (mit Peter Rohatsch und Petr Zachar) gegenüber,
das die Gäste mit 11:4 siegreich beendeten. Kapitän Andy Roth war als
einziger in allen 23 Spielen dabei, gefolgt von H. Brosch, Ch. Gruber,
A. Harslem und M. Schnabl mit 22 Einsätzen. Die Torjägerliste führte
mit 74 Scorerpunkten Harry Brosch (33 Tore, 42 Beihilfen) vor Milan
Razym mit 68 Punkten (47 Tore + 21 Assists) an. Es folgten Michael Schnabl
(54) und Christian Gruber (27), während es St. Velkoski, J. Kalliwoda
und A. Roth auf je 22 Punkte brachten. Hervorzuheben ist noch die Leistung
von Petr Zachar, der in nur vier Spielen immerhin 20 Scorerpunkte sammelte
(11 Tore + 9 Beihilfen) und auf Platz 8 rangiert. Insgesamt wurden 373
Scorerpunkte (177 Tore + 196 Assists) bei 494 Strafminuten gesammelt.
Die Strafenliste führen mit je 71 Strafminuten Harry Brosch und Jürgen
Kalliwoda an. Zu Gunsten der Ruperti-Werkstätten wurde noch ein Benefizspiel
zwischen den "Eisbären" und einer verstärkten ISW-Mannschaft durchgeführt,
Ergebnis zweitrangig, doch ein Erlös von 5 200 DM wurde eingespielt.
Gendorfs Damenteam "Pinguins" war ebenfalls recht erfolgreich: 7 Spiele
- 4 Siege und bei einem Turnier in Villach wurde ein 3. Rang erzielt.
Beste Scorerin Karin Mitterer. Die Kleinschüler kamen nach 8 Spielen
auf einen 4. Tabellenplatz bei 17:48 Toren und 5:11 Punkten; Trainer
Michael Hauswurz konnte zufrieden sein. Die Knaben erspielten sich unter
Trainer Peter Rohatsch aus 12 Spielen 15:9 Punkte und 58:21 Tore, ein
3. Platz war die Folge. Die Jugendmannschaft zeigte unter Petr Zachar
gute Ansätze, belegte nach 10 Spielen den 5. Platz mit 36:57 Toren und
4:16 Punkten. Bester Scorer: Marko Habereder mit 38 Punkten (26 Tore
+ 12 Assists) vor Alexander Wolf und Sven Schnabl. Bei den Neuwahlen
wurde der zuletzt kommissarisch leitende Helmut Hohenstein in die Abteilungsleitung
gewählt und im Nachwuchsbereich löste Heinz Schnabl John Dudenhöffer
ab; die Abteilung verzeichnete 255 Mitglieder.
Auch in dieser Saison wurde das Ziel "Aufstieg" knapp
verpaßt. Genau ein Tor bzw. ein Sieg mehr fehlte letztlich zum Aufstieg
in die Bayernliga, denn alle vier Gruppenersten der Meisterrunde stiegen
auf (ESC München, Höchstadter EC, EV Lindau und der EHC Bad Aibling).
Nach vier Siegen (u. a. gegen den höherklassigen TSV Trostberg mit 10:9)
und 50:24 Toren war Razym und Co. fit für die Punkterunde, die Keeper
Alex Harslem (zurück zum TSV Trostberg) und Christian Hanrieder (Laufbahnende)
nicht mehr mitmachten. In 14 Spielen gelangen 8 Siege, 1 Remis und 5
Niederlagen mit 102:61 Toren und 17:11 Punkten, Rang 4 und die Qualifikation
zur Aufstiegsrunde (Aufsteiger: EHC Bad Aibling ungeschlagen mit 28:0
Punkten, 130:33 Toren). Nur zwei Heimniederlagen (5:10 Aibling, 3:6
Waldkirchen) standen zur Bilanz mit einem Remis (5:5 Regen) und je 3
Auswärtssiegen bzw. -niederlagen, wobei nur Aibling und Waldkirchen
gegen die Alztaler zweimal siegreich blieben. In der Meisterrunde lief
es dann noch besser. Rang 2 hinter Bad Aibling nutzte nichts mehr, Aufstiegsrunde
knapp mit 8:4 Punkten - 45:29 Toren verpaßt. 4 Siege und zwei Auswärtsniederlagen
(Aibling 5:7, Waldkirchen 6:9) standen zu Buche, wobei Aufsteiger Bad
Aibling seine einzige Niederlage in der Saison 96/97 in der Keltenhalle
mit 7:5 erlitt! Erfolgreichster Torschütze wurde Milan Razym mit 93
Scorerpunkten (50 Tore, 43 Assists) vor Harry Brosch (64 Scorerpunkte
= 36+28) und Sven Schkade (36 SPt = 22+14). Am 15.12.96 wurden Keeper
Heinrich Hölzlwimmer zum 400. und Sven Schkade zum 200. Spiel für den
SVG geehrt. Alle 24 Spiele machten nur Harry Brosch und Andy Roth mit,
auf 23 Einsätze brachte es Verteidiger Stephan Altmannshofer, 22x standen
Milan Razym und Sven Schkade auf dem Eis, wobei sich alle Spieler bis
auf die drei Torhüter in die Torschützenliste eintragen konnten. Mit
Stefan Velkoski (ging Ende der Saison nach Reichenhall), Marko Haber-
eder und Jürgen Zwirglmeier standen hoffnungsvolle Talente im Kader,
während Florian Harlander nur 5 Spiele absolvierte (2 Tore + 2 Assists)
und am 28. Januar 1997 bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückte.
In der Gesamtspielzahl führt die Liste A. Roth mit 581 Spielen vor Michael
Heidrich (516) und A. Fischer (483) an. Die meisten Scorerpunkte weisen
Klaus Rohracker 637 Punkte (357 Tore + 280 Assists) in 379 Spielen vor
Michael Schnabl (437 Spiele, 528 Punkte = 243 Tore + 285 Assists) und
Frank Beaujean mit 326 Spielen (388 Punkte = 177 + 211) auf. Bemerkenswert
ist die Bilanz von Michael Steckler, der in 109 Spielen immerhin 326
Scorerpunkte (179 Tore + 147 Assists) aufzuweisen hat und Rang 7 einnimmt.
Die meisten Tore erzielte Klaus Rohracker (357) vor Michael Schnabl
(243) sowie Axel Fischer (186) und Michael Steckler (179).
Die Damenmannschaft "Pinguins" (20 Spielerinnen zwischen
16 und 30 Jahren) war heiß aufs Training, was sich aber schnell legte,
als man nicht nur einmal um 0.15 Uhr kalt duschen mußte; außerdem teilte
man sich die Eisfläche mit einer auswärtigen Mannschaft aus Feichten
bzw. Eschetshub, um den finanziellen Aufwand möglichst gering zu halten.
Im sportlichen Bereich nahm man an Turnieren in Villach, Klatau (CZ)
und Bad Aibling teil. Diese schlossen sie mit zwei dritten und einem
2. Platz ab. 18 Spiele standen auf dem Programm: 7 Siege, 2 Untentschieden
und 9 Niederlagen sind die Bilanz mit einem Torverhältnis von 33:53
Toren. Beste Torschützin war Damaris Thiemann (7x) gefolgt von Karin
Mitterer und Conny Wenger mit je 5 Treffern.
Eisbären: Erstmals in dieser Saison spielten die "Eisbären"
in einer neu gegründeten Hobbyliga um Punkte bzw. Auf- und Abstieg.
Dabei war auch Ligenleiter und Gründungsmitglied Fritz Beaujean in neuer
Funktion. Die Liga bestand aus 3 Leistungsgruppen, wobei der SVG in
Gruppe 1 spielte. 17 Vereine nahmen teil, es gab spannende Partien,
wobei der TSV Bernau mit 18:2 Punkten (61:26 Tore) den Direktvergleich
mit den Chiemgau Oldies für sich entschied, der ebenfalls 18:2 Punkte
(62:35) verbuchte. Unseren "Eisbären" gelang nur ein Sieg mit 5:0 gegen
die Bergen "Timberjacks" sowie 2 Remis (5:5 Chiemgau Flames - 3:3 Alzbären
Trostberg), aber 7 Niederlagen brachten letztlich nur den letzten Platz
mit 28:56 Toren und 4:16 Punkten ein, der Abstieg in die Gruppe 2 -
der sportliche Mißerfolg.
Jugend: Die Jugend schnitt unter Trainer Petr Zachar
hervorragend ab, denn nach 10 Spielen belegte die Spielgemeinschaft
mit Waldkraiburg Rang 1 mit 9 Siegen und nur einer Niederlage (73:26
Tore und 18:2 Punkte) vor dem punktgleichen EV Fürstenfeldbruck. Das
Ziel Aufstiegsrunde zur Bayernliga war damit erreicht. Hier lief es
dann nicht mehr so gut gegen wesentlich stärkere Teams, u. a. gegen
den EHC Nürnberg, der mit 12:0 Punkten ungeschlagen den Aufstieg schaffte,
während unser Team nach 6 Spielen (1 Sieg und 5 Niederlagen, 21:47 Tore,
2:10 Punkte) nur den letzten Platz belegte, trotzdem ein großer Erfolg.
Bester Torschütze Marko Habereder mit 58 Scorerpunkten (40 Tore + 18
Assists) vor Rene Feit (30=14+16) und Robert Gabriel (28=18+10).
Schüler: Die Schülermannschaft unter Trainer Peter Rohatsch
belegte in der Abschlußtabelle von 7 Mannschaften und 12 Spielen einen
guten 4. Platz mit 5 Siegen, 1 Remis und 6 Niederlagen bei 56:58 Toren
und 11:13 Punkten. Bester Torschütze Mustafa Göcer mit 36 Scorerpunkten
(20 Tore + 16 Beihilfen) vor Marian Rohatsch (32 = 22 Tore + 10 Assists)
und Wolfgang Jung (18=8+10).
Knaben: Noch besser schnitten die Knaben ab, letztlich
ein guter 2. Platz hinter dem Wand. Germering (20:4 Punkte - 79:23 Tore)
- ein großer Erfolg nach 12 Spielen (8 Siege, 1 Remis und nur 3 Niederlagen
bei 89:33 Toren und 17:7 Punkten). Marian Rohatsch (44 Punkte = 28 Tore
+ 16 Assists) vor punktgleichen Mustafa Göcer (44=27+17) und Peter Frank
(16=5+11) war der treffsicherste Schütze, wobei 9 Spieler alle 12 Partien
bestritten und der höchste Sieg mit 24:1 gegen den EV Fürstenfeldbruck
unter Trainer Michael Schnabl gelang.
Kleinschüler: In Runde 1 erkämpften sich die Kleinschüler
nach 7 Spielen einen 3. Rang mit 20:77 Toren und 4:10 Punkten (2 Siege
+ 5 Niederlagen). In Runde 2 sprang ein 4. Platz mit 3 Siegen und 5
Niederlagen in 8 Spielen mit 25:36 Toren und 6:10 Punkten heraus. Insgesamt
15 Spiele wurden absolviert, die Stefan Pausch mit 35 Punkten und 35
Toren in Front sahen vor Florian Moser 6 Punkte = 6 Tore und Dominik
Moser mit 4 Punkten (3 Tore + 1 Beihilfe).
Zum Schluß noch einige Worte zu den beiden Fanclubs
"Puckjager" (am 14.10.87 gegründet) und "Bodycheck" (Gründungsdatum
17. Juni 91), die seit der Gründung im Eishockeysport nicht mehr wegzudenken
sind. Zweck ist die lautstarke und moralische Unterstützung bei Heim-
und Auswärtsspielen sowie die finanzielle Förderung des Nachwuchses,
während der Fanclub "Bodycheck" die 1. Mannschaft gleichermaßen unterstützt.
Dazu zählen die jährliche Ausrichtung eines Fußballturniers (Gewinn
1997: 5 800 DM für den Nachwuchs), Versteigerungen in der Vorweihnachtszeit
(1 200 DM im letzten Jahr) und die Beteiligung bei Veranstaltungen anderer
Fanclubs. 1997 findet die 10-Jahrfeier mit allen Eishockeyfans statt.
Die Mitgliederzahl beträgt 77, (139 incl. Familienmitgliedschaften)
bei den "Puckjagern"; und ca. 50 Mitglieder beim Fanclub "Bodycheck",
der noch jährlich ein Hallenfußball- und Kleinfeldturnier ausrichtet,
sich um die Bandenwerbung kümmert und während der Saison wird der VIP-Raum
unter der Stehtribüne betrieben, wo Siege gefeiert und Niederlagen begossen
werden. Ein besonderer Dank gilt Hans Schweighofer, der sich sehr intensiv
und ausgezeichnet um die Bandenwerbung kümmert. Am 17. Februar 1994
wurde der Eishockey-Nachwuchs-Förderverein (ENF e. V.) mit Sitz in Burgkirchen
gegründet. Das Hauptziel besteht darin, durch gezielte Aktionen Spender
und Sponsoren zu gewinnen, die mit finanzieller und materieller Unterstützung
zu einer optimalen Förderung des Nachwuches beitragen will; die gleichen
Ziele verfolgt auch der am 17.02.93 gegründete Förderverein des Fanclubs
"Bodycheck". Für weitere Auskünfte stehen Ihnen die Vorstandsmitglieder
zur Verfügung.
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