Die supermoderne Arena lässt weiter auf sich warten
Burgkirchen. Der Stillstand in der Keltenhalle, über den der Anzeiger am 2. April berichtete, hat den Gemeinderat Burgkirchen in seiner Sitzung am Dienstag beschäftigt - zum wiederholten Male.
Die Keltenhalle in Burgkirchen gehört seit September 2010 für 49 Jahre der Löwen Betriebs- und Beteiligungs GmbH. Geschäftsführer ist der Burghauser Konzertveranstalter Stefan Löwen (31). Nach der Unterzeichnung des Erbpachtvertrags gab Löwen bekannt, im zweiten Quartal 2011 solle die ehemalige Eishalle als Sport- und Kulturarena mit einem breiten Nutzungsspektrum neu eröffnet werden.
Im nichtöffentlichen Teil der jüngsten Sitzung bat FW-Fraktionsvorsitzender Dieter Wüst den Gemeinderat, sich Gedanken über die Zukunft der Keltenhalle zu machen und stieß damit eine lange Debatte an. Im Gespräch mit der Heimatzeitung sagte Wüst, der Erbpachtvertrag enthalte die Verpflichtung des Betreibers zum Umbau der Keltenhalle in eine Veranstaltungs- und Sporthalle. Wenn der Betreiber eine Grundpflicht verletze, könne die Gemeinde kraft Gesetzes die Rückübertragung des Erbbaurechts beantragen.
Mit Hinweis auf die Nichtöffentlichkeit der Diskussion im Gemeinderat wollte Bürgermeister Dr. Stephan Merz gestern auf ANA-Anfrage nicht viel dazu sagen. Vorerst möchte der Bürgermeister noch abwarten. Die Gemeinde habe bei der Keltenhalle nichts mehr zu verlieren: „Wenn das Projekt gut geht, dann ist das gut für Burgkirchen. Wenn nicht, dann hat sich nichts verschlechtert.“ Nach Einschätzung von Bürgermeister Merz wird es bald Entwicklungen geben, über die dann auch öffentlich gesprochen werden kann.
- ge