aus dem Wochenblatt

Löwen: „Ich habe mich finanziell übernommen”

Was sagt Stefan Löwen zu dem finanziellen Desaster von Creative Concerts?: „Es ist alles Negative zusammengekommen. Keines der Konzerte ist wirklich gut gelaufen. Für das Falco-Konzert haben wir nur etwa 180 Karten verkauft – bei 2.000 Plätzen. Dass die Ilja-Richter Disco-Tour ein finanzieller Erfolg war, ist auch nur ein Gerücht. Uns sind da die Kosten enorm explodiert.” Aus dem Fanta-4-Konzert in Burghausen besteht, so Löwen, noch immer eine Forderung in Höhe von etwa 100.000 Euro gegenüber Creative Concerts. Das sei etwa die Hälfte der Gage.

„Ich habe mich wirtschaftlich übernommen, das muss ich ganz offen sagen.” Die Folgen treffen aber diesmal nicht Stefan Löwen, sondern seinen Vater Walter, der bei einer Insolvenz von Creative Concerts mit seinem Privatvermögen haftet. 2005 musste Stefan Löwen übrigens mit einer eigenen Veranstaltungsfirma Insolvenz anmelden.

Trotz allem versucht Stefan Löwen noch Optimismus auszustrahlen und glaubt nach eigenen Angaben an eine Lösung des Finanzproblems von Creative Concerts: „Wir werden versuchen, uns mit den Gläubigern zu einigen. Natürlich ist eine Lösung nur dann möglich, wenn die Gläubiger auf einen Teil der Forderungen verzichten.” Sollte dieser Plan fehlschlagen, dann würde das, laut Löwen, dennoch keine Auswirkungen auf die Planungen in Burgkirchen haben.

Obwohl Stefan Löwen unzweifelhaft auch der „Macher” hinter Creative Concerts ist, so zieht er hier eine klare Trennlinie: „Die Keltenhallenpläne sind nicht betroffen.” Stefan Löwen will aus der ehemaligen Eishalle eine Sport- und Kulturarena machen. „Wir werden das in zwei Eappen angehen. Nach der ersten Etappe wird die Halle schon für Veranstaltungen nutzbar sein”, so Stephan Löwen optimistisch. Ob das die Geschäftspartner und Geldgeber beruhigt, ist eine ganz andere Frage ...