Marianne Hohenstein wieder zur Abteilungsleiterin Eishockey gewählt

 

Am Freitagabend wurde Marianne Hohenstein wieder für zwei weitere Jahre zur Abteilungsleiterin Eishockey gewählt. Im Vorfeld war man sich bei den Verantwortlichen der Abteilung nicht sicher gewesen, ob es in der kommenden Saison überhaupt noch eine eigenständige Abteilung Eishockey geben würde. "Wir haben ja keine eigenverantwortliche Mannschaft mehr im Spielbetrieb", so Hohenstein auf der Hauptversammlung. "Durch die Situation der Keltenhalle, in der es in der kommenden Saison kein echtes Eis, sondern nur noch Kunststoffeis geben wird, konnten wir unsere erste Mannschaft nicht mehr melden. Eine Mannschaft aufzustellen, um sie dann in Trostberg oder Waldkraiburg spielen zu lassen, wäre aus organisatorischen, sowie finanziellen Gründen recht schwierig geworden. Waldkraiburg ist mit den Eiszeiten ziemlich ausgebucht. Zudem hätte sich auch die Frage gestellt, wie viele Fans sich dann noch die Spiele angesehen hätten, wenn sie 30 bzw. 45 Kilometer zu den Spielen hätten fahren müssen. Mit zwei Nachwuchsmannschaften, mit den Knaben und Kleinschülern, konnten wir eine Spielgemeinschaft mit Trostberg bilden. Eventuell werden wir auch noch eine Kleinstschülermannschaft mit Trostberg auf die Füße stellen können. Das ist der Grund, warum wir uns, wenn auch in stark verkleinerter Form, dazu entschlossen haben, wieder eine Vorstandschaft aufzustellen." Die Spieler der ersten Mannschaft haben sich zum Teil anderen Mannschaften, wie Waldkraiburg oder Freising angeschlossen, sind zu Hobbyteams gewechselt oder haben ihre Karriere beendet. Beim Nachwuchs sind auch etliche Spieler zu Erding oder Waldkraiburg gewechselt, oder haben ganz mit dem Eishockeyspielen aufgehört. Etwa 20 Kinder und Jugendliche bilden die Spielgemeinschaften mit Trostberg.

 

In ihrem Rückblick erinnerte Marianne Hohenstein noch einmal an den schlechten Start der Abteilung mit der drohenden Gefahr, dass die Keltenhalle in der letzten Saison wegen der angespannten finanziellen Situation der Gemeinde schon fast nicht mehr geöffnet hätte. Erst am 11. August letzten Jahres hätte man Gewissheit gehabt, dass es in der Keltenhalle zumindest für ein Jahr weitergehen würde. Bis dahin waren aber schon ein Großteil der Vorbereitungen abgeschlossen gewesen. "Hätten wir erst Mitte August mit den Vorbereitungen begonnen, hätten wir wohl keine Mannschaften mehr zusammenstellen können", so Hohenstein. Sie hob auch die sportlichen Erfolge der Mannschaften hervor, die trotz der Diskussionen um die Keltenhalle erreicht werden konnten. Die Seniorenmannschaft sei zum dritten Mal in Folge Landesligameister der Gruppe Ost geworden. Ein Erfolg, der so nicht zu erwarten gewesen sei. Die Aufstiegsrunde zur Bayernliga sei damit erreicht worden, auch wenn es dort dann einen Durchhänger gegeben hätte. Die Jugend hätte mit dem zweiten Platz in der Aufstiegsrunde den Aufstieg in die Landesliga geschafft, der jetzt natürlich nicht mehr wahrgenommen werden könnte. Bei den Finanzen konnte Hohenstein nur Positives berichten. In der letzten Saison wurde bei allen Mannschaften ein Minus von knapp über 1000 Euro erwirtschaftet, eingerechnet seien aber noch nicht die Übungsleiterpauschalen, sowie die Mitgliedsbeiträge. Davon ausgehend würde man mit einem positiven Ergebnis abschließen. Abschließend bedankte sich Marianne Hohenstein bei allen Eltern, Sponsoren, Gönnern, Helfern und ihren Kollegen der Vorstandschaft.

 

Herr Hans Olbort, stellvertretender Vorstand des Hauptvereins und Chef der Finanzen, sowie Pate der Abteilung Eishockey, sprach auch seinen Dank an die Funktionäre des Eishockeys, sowie Sponsoren und Gönner aus. Auch berichtete er über die momentane Situation des Vertragsrechtes mit der Keltenhalle, sowie über die momentan angespannte Situation des Hauptvereins, die eng mit der Finanziellen Situation der Gemeinde zusammen hängt.

 

Bei den Neuwahlen wurden zuerst die alten 13 Mitglieder der Vorstandschaft der Abteilung Eishockey von den 19 anwesenden stimmberechtigten Mitgliedern ohne Gegenstimme entlastet. Die neue Vorstandschaft wollte man nur noch in Minimalform aufstellen Als Abteilungsleiterin wurde einstimmig Marianne Hohenstein wiedergewählt. Fritz Beaujean wurde einstimmig zum Kassier und Willi Krautenbacher einstimmig zum Koordinator Nachwuchs gewählt. Als Delegierte wurde gewählt Alfons Bötsch, Helmut Hohenstein, Willi Krautenbacher und Jan Seliger. Als Mitglied für den Ältestenrat wurde Günter Maier gewählt.

 

Im letzten Tagesordnungspunkt Aussprache gab noch zum Teil sehr heftige Diskussionen wegen der Keltenhalle. Viele Anwesende fühlten sich von der Gemeinde wegen der vermeintlichen Hinhaltetaktik mit dem Investor Löwen über den Tisch gezogen. Kritik gab es auch am Hauptverein, von dem man sich im Kampf um den Erhalt der Keltenhalle im Stich gelassen fühlte.

 

Alfons Bötsch