Am Freitag gewinnt der SVG Burgkirchen gegen den EV Pegnitz mit 8:1 (2:1 0:0 6:0).
Das war's – die Saison 2009/10 ist Geschichte. Mit einem deutlichen 8:1 Sieg gegen den EV Pegnitz verabschieden sich die Kelten von den fast 250 begeisterten Fans. Es hatten sich sogar Fans aus Waldkirchen, die mit einem Kleinbus angereist waren, sowie Waldkraiburger Fans unter die Keltenfans gemischt und feierten ausgelassen den Saisonabschluss. Auch Pegnitz war mit einer ganzen Reihe von eigenen Fans angereist. Sie alle bekamen eine Burgkirchner Mannschaft zu sehen, die noch einmal richtig aufzeigte, wozu man eigentlich im Stande gewesen wäre. Dass die Kelten jetzt Tabellenletzter geblieben sind, störte an diesem Abend niemanden. In Erinnerung wird das Spiel gegen Pegnitz mit dem 8:1 Sieg bleiben.
Bis auf den erkrankten Kapitän Sven Schkade, den verletzten Vitus Mitterfellner, Vitalij Ten, der berufsbedingt die Saison beendet hat und Torhüter Sven Schubert, der wegen eines Trauerfalls in der Familie nicht dabei sein konnte, standen Trainer Petr Zachar wieder drei komplette Reihen zur Verfügung. Im Tor agierte überraschend Dejan Velkoski, der sich beim ersten Spiel der Aufstiegsrunde gegen Freising am Knie verletzt hatte, und es wirklich geschafft hat, bis zum Saisonabschluss wieder fit zu werden. Seine Leistung krönte er an diesem Abend mit nur einem Gegentreffer. Das Spiel begann auf beiden Seiten etwas zerfahren. Zwingende Torchancen sprangen zuerst bei beiden Mannschaften nicht heraus. Genau nach fünf Minuten Spielzeit konnte David Zachar auf Zuspiel von Kapitän Oleg Matveenko nach einem sehenswerten Umspielen der Pegnitzer Verteidigung zur 1:0 Führung für Burgkirchen abschließen. In der zehnten Spielminute wurde die erste Strafe des Spiels gegen Florian Feistl ausgesprochen. Und dieses Überzahlspiel für die Gäste führte auch in der elften Spielminute zum 1:1 Ausgleich durch Christoph Hagen. Burgkirchen konnte sich aber weiterhin gut in Szene setzen. Doch wie schon in den vergangenen Spielen konnten auch klarste Torchancen nicht verwertet werden. Erst in der 19. Spielminute gelang Verteidiger Korbinian Schneider der Treffer zum 2:1 und damit die erneute Führung für Burgkirchen kurz vor der ersten Drittelpause.
Auch im zweiten Drittel blieben die Kelten spielbestimmend. Ein Alleingang von Florian Feistl in der 22. Spielminute endete bei Torhüter Yannick Nothaft. Ein ums andere Mal mussten die Keltenfans laut aufstöhnen wegen der vielen vergeben Torchancen. In der 30. Spielminute vergab bei den Kelten Oleg Matveenko einen Penalty. Burgkirchen war jetzt drückenst überlegen. Allerdings konnte Marco Zimmer in der 34. Spielminute einen Alleingang starten, scheiterte aber an Kelten-Keeper Dejan Velkoski. In der 35. Spielminute hatte der Trainer von Pegnitz, Vaclav Drobny, einen Blackout, als er den an der Pegnitzer Spielbank vorbeifahrenden Dominik Moser am Trikot festhielt. Dafür bekam er eine Spieldauer aufgebrummt und musste die Spielerbank verlassen. Bei den Kelten wollte aber weiterhin kein Tor fallen. Unermüdlich trommelten und sangen die Fans ihre Spieler nach vorne, aber Nothaft im Tor war nicht zu überwinden.
Im Schlussdrittel dauerte es nur 13 Sekunden und der Bann war gebrochen. Florian Feistl passte zu dem völlig frei stehenden Harry Brosch, der endlich das Tor zum 3:1 erzielen konnte. Pegnitz brach jetzt endgültig auseinander. In der 45. Minute erhöhte Wolfgang Jung auf 4:1. In der 54. Spielminute hatte Pegnitz noch einmal Gelegenheit bei einer Strafe der Kelten ins Spiel zurück zu finden. Doch nicht die Gäste machten das Tor, sondern die in Unterzahl spielenden Kelten. Torschütze zum 5:1 in der 55. Spielminute war Florian Feistl. Burgkirchen gab sich immer noch nicht zufrieden. Zu groß war der Frust über die zwei vergeben Siege in den letzten beiden Spielen. In der 57. Spielminute erhöhten David Zachar und Mario Sorsak kurz hintereinander auf 6:1 und 7:1. Den Schlusspunkt setzte Florian Feistl in der 59. Spielminute mit dem 8:1. Die Partie wurde eindeutig von den Kelten dominiert und hätte mit etwas mehr Glück im Abschluss noch höher ausfallen können.
Trainer Petr Zachar zuckte nach dem Spiel nur mit den Achseln. "Wir haben schon in den letzten beiden Partien gegen Schongau und Holzkirchen so gespielt und taten und wahnsinnig schwer im Abschluss. Man sieht, was passiert, wenn man mal wieder das Tor trifft."
Strafen: Burgkirchen 14 Minuten, Pegnitz 24 plus 10 Minuten für Johannes Runge plus eine Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Trainer Vaclav Drobny.
Alfons Bötsch